Gebrauchter Tag bringt doch den Sieg

Handball, 2. Bundesliga: BSV Zwickau jetzt Dritter

Zwickau.

Es kommt nicht oft vor, dass ein Handball-Trainer nach einem 27:22 (12:11)-Erfolg von einem gebrauchten Tag spricht. Norman Rentsch von den Zweitligahandballerinnen des BSV Sachsen Zwickau nutzte diese Formulierung nach dem Auswärtssieg seiner Mädels am Sonntag beim HSV Solingen-Gräfrath dennoch. Bis in die Schlussphase, als sein Team beim 23:22 in der 56. Minute mit einem Treffer in Führung lag, gestaltete sich das Duell beim nunmehr Tabellenletzten vom Ergebnis her auf Augenhöhe. "Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff, waren aber immer wieder im Abschluss nicht konsequent genug", sagt Rentsch.

Eine ausführliche Auswertung des Spiels steht in den nächsten Tagen nicht bevor. Denn durch äußere Umstände lässt sich die Leistung nicht wirklich beurteilen. Bereits um 6.45Uhr machte sich das Team auf den Weg in Richtung Nordrhein-Westfalen. Erst acht Stunden später traf die Mannschaft im knapp 500 Kilometer entfernten Solingen ein. "Es waren unglaublich viele Staus", erklärt Rentsch die mühsame Anreise. Der Anwurf wurde deshalb um 25 Minuten auf 15.25 Uhr verlegt. "Wir haben dann trotzdem zu kämpfen gehabt und lange gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden", sagt der Übungsleiter. Erst in den Schlussminuten zogen die Zwickauerinnen dann deutlicher davon. Beste Werferin beim BSV war Katarina Pavlovic. Vier ihrer insgesamt acht Treffer steuerte sie per Siebenmeter bei - und blieb bei den Strafwürfen fehlerfrei.

Entscheidend sei am Ende gewesen, dass sein Team das Spiel in den Griff bekommen habe, sagt Rentsch. "Wir nehmen die Punkte jetzt mit nach Hause und bereiten uns auf das Kracher-Spiel am Samstag vor." Denn dann gastiert ab 17 Uhr der Tabellenfünfte TSV Nord Harrislee, der mit einer Bilanz von 8:4 Punkten in Reichweite der Zwickauerinnen steht, in der Sporthalle Neuplanitz. Diese sind nach dem Sieg beim HSV Solingen-Gräfrath in der Tabelle bei einem Punkteverhältnis von 10:2 auf den dritten Rang geklettert. "Wir hoffen auf eine ähnliche Kulisse wie im Heimspiel gegen Neckarsulm", sagt Rentsch. Zu dem Pokalfight gegen den Erstligisten kamen 500 Zuschauer. Doch auch gegen eine noch größere Kulisse hätte Norman Rentsch am Samstag natürlich nichts einzuwenden: "Am besten wäre es, wenn jeder, der da war, noch einen Nachbarn oder Freund mitbringt." (ewer)

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