Hoher Spaßfaktor lockt Turner an

Die SG Friedrichsgrün hat am Samstag zum 36. Mal ihr Paarturnen ausgerichtet. Dabei sind 30 Teams aus ganz Deutschland an die Geräte gegangen.

Friedrichsgrün.

Auf eine so lange Tradition wie das Friedrichsgrüner Paarturnen können nur wenige Sportveranstaltungen in der Region verweisen. Am Sonnabend ging die 36. Auflage dieses speziellen Turniers über die Bühne. Normalerweise gehen dabei 36 gemischte Teams an den Start, deren Zusammensetzung erst kurz vor Wettkampfbeginn ausgelost wird.

"Leider mussten einige Teilnehmer aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen kurzfristig absagen. Aber 30 Teams sind trotzdem ein ordentliches Starterfeld und verlangen uns als Veranstalter eine ganze Menge ab", sagte Abteilungsleiterin Annika Wehlte von der gastgebenden SG Friedrichsgrün. Dabei war der Wettkampfmodus bewusst einfach gehalten. Vor Beginn des Wettbewerbes wurden die Zweierteams, bestehend aus einem männ-lichen und einem weiblichen Part, ausgelost. Jeder musste an drei Geräten turnen. Allerdings hatten die Herren der Schöpfung unter sechs Disziplinen die Qual der Wahl. Für die jungen Frauen galt es, sich unter vier Geräten die drei auszusuchen, die ihnen am besten liegen.

Zu den Turnerinnen, die für den Gastgeber starteten, gehörte unter anderem die 16-jährige Clara Noack aus Mülsen. "Ich bin seit drei Jahren hier im Verein. Beim Paarturnen mache ich deshalb so gerne mit, weil das alles sehr entspannt und ohne den üblichen Wettkampfdruck abläuft. Außerdem hat man genügend Zeit und Ruhe, sich auch von anderen etwas abzuschauen", sagte sie. Am Ende landete Clara Noack mit Moritz Herzog vom TuS Weinböhla auf dem 27. Platz, was dem Spaß an der Sache aber keinen Abbruch tat.

Ähnlich sah das auch Cheforganisator Jörg Lahn, bei dem die Fäden der Veranstaltung seit gut zwei Jahrzehnten zusammenlaufen. "Für die Mehrzahl der Turner spielt die Platzierung hier wirklich eine untergeordnete Rolle. Klar freut sich jeder, wenn er aufs Podest steigen kann. Aber genauso wichtig ist das gesamte Drumherum unseres Paarturnens. Dazu trägt auch unsere traditionelle Kostümparty am Abend bei - die wirklich allerletzte Faschingsveranstaltung des Jahres", so Jörg Lahn. Der durfte sich übrigens über einen besonderen Gast freuen. Sein Vater Frank, der das Paarturnen 1984 aus der Taufe gehoben hatte, war aus seiner thüringischen Wahlheimat gekommen. "Ich freue mich immer wieder, dass es engagierte Leute gibt, die die Tradition des Wettbewerbes fortführen", sagte der 76-Jährige.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.