Kirchberger triumphiert beim Halden-Crosslauf

Bei den Europacupspielen 1975/76 haben Tausende Fußballfans die Stadionhalde bevölkert. Heute wird das Gelände als Laufparcours genutzt.

Zwickau.

Um die 150 Namen standen in den Starterlisten des 6. Halden-Crosslaufes im Westsachsenstadion. Dietmar Hallbauer vom ausrichtenden SV Vorwärts Zwickau hätte sich allein schon in Anbetracht des erforderlichen Aufwandes für eine derartige Veranstaltung ein paar Läufer mehr gewünscht.

"Obwohl wir einen relativ großen Kreisverband haben, sind aus der Region bis auf wenige Ausnahmen nur Sportler vom SV Vorwärts und LV Olympia Kirchberg angetreten. Das ist umso bedauerlicher, da es sich um eine offene Kreismeisterschaft gehandelt hat", so Hallbauer, bei dem die organisatorischen Fäden der Laufsportveranstaltung zusammenliefen. Eine mögliche Ursache des Fernbleibens etlicher gemeldeter Läufer sah er im kurzfristig angesetzten Nachholtermin des Wüstenbrander Heidelberglaufes, der zeitgleich ausgetragen wurde. Dessen ungeachtet steht im kommenden Jahr dem 7. Halden-Crosslauf nichts im Wege. Klappt alles, dürfte das dann laut Hallbauer sogar wieder eine "ordentliche Hausnummer" werden. "Wir haben uns für die Landesmeisterschaft im Crosslauf beworben. Sollten wir vom Leichtathletikverband den Zuschlag erhalten, wäre das natürlich eine feine Sache, die wir auch in einen größeren Rahmen aufziehen würden. Immerhin hatten wir bei früheren Läufen schon um die 400 Teilnehmer."

In sportlicher Hinsicht waren die Organisatoren mit dem diesjährigen Halden-Cross vollauf zufrieden. Tolle Leistungen und hoher Kampfgeist prägten die Läufe in den verschiedenen Wertungsklassen. Sieger des Hauptlaufes über 8,3 Kilometer wurde Denis Kretzschmar. Er überquerte nach 30:27 Minuten die Ziellinie. "Ich persönlich habe die Strecke nicht als so extrem schwierig empfunden, was aber wohl daran liegt, dass ich bis 1998 Leistungssportler im Skilanglauf beim VSC Klingenthal war und auch heute noch auf den Brettern stehe", sagte der 37-jährige Kirchberger. Abgesehen von dem heftigen Stich, der bewältigt werden musste, um auf den oberen Haldenweg zu gelangen, sei für ihn der Rundkurs eine machbare Sache gewesen. Allerdings dürfe man sich gerade bei solchen mehrfach zu laufenden Runden mit seinen Kräften nicht verzetteln. Wenn nichts dazwischen kommt, möchte Kretzschmar auch im kommenden Jahr wieder beim Halden-Crosslauf an den Start gehen. Um seinen Titel zu verteidigen? "Wenn es klappt, freue ich mich natürlich. Wenn nicht, ist das für mich auch kein Beinbruch", ließ er durchblicken.

Die Laufveranstaltung wurde am Sonntag auch als Rahmen für die Auswertung der Halbstunden- und Stundenlaufserie genutzt. Zu denjenigen, die dabei ganz nach oben aufs Treppchen steigen durfte, gehörte der 67-jährige Horst Schumann vom Akademischen Sportverein Zwickau. "Ich habe an vier der fünf Läufe teilgenommen und dabei immer über 12.000 Meter zurückgelegt. Besonders freue ich mich, in der Endabrechnung sogar noch die 50-Kilometermarke geknackt zu haben", sagte der laufbegeisterte Senior.

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