Lichtenstein verliert gegen Schlusslicht

Fußball-Landesklasse: Primus für MSV zu stark

Lichtenstein/Meerane.

Als Damian Adamczewski die SSV Fortschritt Lichtenstein im Heimspiel gegen Blau-Weiß Chemnitz 02 in der vierten Minute mit 1:0 in Führung gebracht hatte, sind bei einigen der 100 Zuschauer sicher Erinnerungen an das Hinspiel erwacht. Am 2. Dezember feierten Lichtensteins Fußballer mit 11:0 ihren bis dato höchsten Saisonsieg in der Landesklasse. Am Sonntag folgte jedoch kein Schützenfest - stattdessen feierte das Schlusslicht aus Chemnitz am 29. Spieltag mit dem 2:1 (2:1)-Erfolg ihren zweiten Dreier der Spielzeit.

"Wir haben viele Verletzte und unser Kader schrumpft immer weiter, aber gegen den Tabellenletzten wollten wir natürlich gewinnen", sagt SSV-Trainer Mirko Ullmann. Dass es kein Selbstläufer werden würde, habe sein Team gewusst. "Besonders nach dem Ausgleich war es dann aber zu wenig für unsere Ansprüche", so der Übungsleiter.

Für das 1:1 der Gäste sorgte Nicolas Michel, als er in der 22. Minute eine Direktabnahme sehenswert in die Maschen schoss. Nur zwei Zeigerumdrehungen später brachte Marco Lenz die Gäste in Führung. Lichtenstein versuchte zügig zum Ausgleich zu kommen, die klaren Chancen kamen allerdings erst im zweiten Durchgang. Rico Bär scheiterte aber zunächst mit einem Weitschuss an Gästekeeper Robert Schlesiger. Zwanzig Minuten vor dem Ende musste Schlesiger nicht eingreifen. Einen berechtigten Elfmeter schoss Bär am Tor vorbei.

Über eine torlose zweite Hälfte hätte sich der Meeraner SV dagegen gefreut. Denn nach 45 Minuten trotzten sie dem Tabellenführer Handwerk Rabenstein ein 0:0 ab. "Wir haben dann doch einen defensiven Ansatz gewählt und wollten die eigene Hälfte eng machen", sagt MSV-Trainer Julius Michel. Lange Zeit taten sich die Rabensteiner gegen die gute Defensive der Meeraner schwer. "Wir hatten dann gehofft, dass Rabenstein mit zunehmender Spieldauer nervös wird", sagt Michel. Stattdessen führte aber ein individueller Fehler zum Rückstand. Nach einem Zuspiel in die Mitte war André Lorenz frei durch und erzielte die Führung für die Gastgeber (52.Minute). Danach habe der MSV etwas seine Linie verloren. "Die Beine bei Handwerk sind durch das Tor auch leichter geworden und sie haben es dann gut gespielt", sagt Michel. In der Folge schraubte Handwerk Rabenstein das Ergebnis durch Treffer von Maximilian Scherres, Christian Bretfeld und Patrick Ströhle auf 4:0 in die Höhe. Am letzten Spieltag der Saison empfängt der MSV (11. Platz/37 Punkte) am Sonntag TSV Ifa Chemnitz (10./38). Lichtenstein (7./44) tritt währenddessen in Schneeberg (6./47) an. (ord/ewer)

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