Rollers verkaufen sich gegen Favorit teuer

Rollstuhlbasketball: BSC verliert gegen Lahn-Dill - Pressekonferenz steht an

Zwickau.

Auch wenn die Niederlage mit 51:92 (10:26, 26:43, 35:65) ziemlich deutlich ausfiel, so konnten die Rollstuhlbasketballer des BSC Rollers Zwickau am Samstag doch mit erhobenem Haupt vom Feld rollen. Der Gegner und jetzige Tabellenführer RSV Lahn-Dill reiste als klarer Favorit an und bestätigte seine Rolle von Spielbeginn an. "Wir wussten ja, was auf uns zukommt. Lahn-Dill hat eine unglaubliche Qualität. Da kommen nur wenige Mannschaften ran", sagte BSC-Trainer Marco Förster nach Spielschluss. "Nichtsdestotrotz haben wir das durchaus gut gemacht. Das liegt aber natürlich auch daran, dass man bei so einem Gegner mit deutlich weniger Druck in die Partie geht."

Die Zwickauer gerieten gegen die Hessen früh ins Hintertreffen. Nach fünf Minuten stand es schon 2:10 aus Sicht des BSC. Darauf reagierte Marco Förster und nahm seine erste Auszeit, um taktisch umzustellen. Doch die Überlegenheit von Lahn-Dill ließ nicht nach und so ging es mit einem 10:26-Rückstand in das zweite Viertel. Jetzt waren die Rollers drin in der Partie und konnten auf Gegentreffer mit eigenen Korberfolgen antworten. Und so vergrößerte sich der Abstand bis zur Halbzeit nicht gravierend (26:43). Auch in Hälfte 2 waren die Hessen das tonangebende Team.

Die Zwickauer ließen sich davon jedoch kaum beeindrucken und landeten zum Teil sehenswerte Treffer. Generell war ihnen die missliche Lage, in der der Verein aufgrund des eingeleiteten Insolvenzverfahrens steckt, in keiner Phase des Spiels anzumerken. Allen voran Maximilian Chagger zeigte einmal mehr, wie viel Talent in ihm schlummert. Am Samstag war er mit 14 Punkten treffsicherster Zwickauer. Da gab es dann auch Lob vom Routinier Vytatutas Skucas: "Max hat unglaublich viel Talent. Wenn man überlegt wie jung er noch ist, sehe ich ihn in ein paar Jahren ganz vorne mitspielen." Und auch Chaggers Trainer zeigte sich angetan von dem 16-Jährigen. "Max ist für den Gegner unberechenbar, weil sie ihn nicht auf dem Schirm haben. Wenn er dann seine ersten Chancen gleich nutzt, ist er drin in der Partie", sagt Marco Förster.

Am Montag steht für den Vereins außerhalb der Sporthalle ein wichtiger Termin an. Bei einer Pressekonferenz wollen die BSC Rollers über den Stand des Insolvenzverfahrens, den weiteren Spielbetrieb in der laufenden Bundesligasaison sowie über die generelle Zukunft des Vereins informieren. (erbe)


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