Stelldichein der Sportveteranen

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass einmal im Jahr verdienstvolle Sportler ab 60 Jahre zum Seniorentreffen der Stadt eingeladen werden.

Zwickau.

Schon zum 28. Mal fand das Zwickauer Sport-Seniorentreffen des Amtes für Schule, Soziales und Sport sowie des Kreissportbundes Zwickau statt. Zum vierten Mal wurde diese Veranstaltung im Bürgersaal des Rathauses ausgerichtet.

120 Personen aus mehr als 30 Vereinen der Stadt und des Landkreises Zwickau nahmen teil. In seiner Begrüßung würdigte Marcel Kruppa, der Amtsleiter für Schule, Soziales und Sport, einige Senioren, die sich in diesem Jahr besonders hervorgetan haben. "Uwe Haß vom SV Vorwärts, Karl Gruss vom Eckersbacher Volleyverein und Karl Remitz vom ESV Lok haben mit ihren Vereinen einen Riesenbeitrag im Rahmen der 900-Jahr-Feier zum Stadtjubiläum Zwickau geleistet", sagte der Amtsleiter. Uwe Haß beispielsweise hatte mit seinen Sohn Erik den Städtelauf von Dortmund nach Zwickau über 460 Kilometer organisiert.

Zu den erfolgreichsten Senioren im Sportjahr 2017/18 gehörten Werner Götze (77), Deutscher Meister im Dreisprung), Joachim Knorr (78, beide vom SV Vorwärts), Deutscher Vizemeister in 3000 Meter-Lauf, Lothar Lanius (75, SV 04), Deutscher Vizemeister im Triathlon, und Günther Gebhardt (80, SV Chemie), Deutscher Vizemeister über 100 Meter Brustschwimmen. Die älteste Frau in diesem Jahr war Anneliese Ahl (90) von der einstigen BSG Sachsenring. "Es ist schön, die Alten hier zu treffen. Ich bin dankbar, dass es so etwas gibt. Ich fühle mich noch ganz gut und habe auch einen Garten", betonte die ehemalige Turnerin. Reinhard Schimkus (89) spielte früher Fußball und war danach 36 Jahre als Übungsleiter in dieser Sportart bei Lok tätig. "Es hat immer viel Spaß gemacht. Bei uns war eine gute Gemeinschaft vorhanden", meinte der Senior. Der langjährige Vorsitzende des SV Chemie, Hans-Günther Bauer (83), fügte hinzu: "Ich bin von Anfang an bei den Seniorentreffen dabei und freue mich, viele Sportlerinnen und Sportler aus meiner aktiven Zeit hier begrüßen zu können." Rolf Baumann (84), früherer Oberliga-Torhüter, er stand 1954 mit der BSG Motor im FDGB-Pokal-Finale gegen den ASK Vorwärts Berlin (1:2), sagte: "Nur einmal im Jahr trifft man die alten Gesichter. Nicht nur Fußballer, sondern auch sämtliche anderen Sportarten. Ich habe schon an über 20 Treffen teilgenommen." Schwimmsenior Heinz Langer (84) vom SV 04, brachte eine Vielzahl seiner Medaillen mit, die er seit der Wende errungen hat. "94 Deutsche Meistertitel und 86 Norddeutsche Meisterschaften habe ich in den Disziplinen 50 Meter Rücken, Brust, Schmetterling und Freistil bis 100 Meter Lagen und Retten (25 m Tauchen, 50 m Schwimmen, 25 m Retten mit einer Person) gewonnen", verriet der wohl dienstälteste deutsche Schwimmmeister. Die ältesten Teilnehmer bekamen Erinnerungsgeschenke von Uwe Findeiß, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Stadtgruppe der Deutschen Olympischen Gesellschaft, überreicht.

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