Talente jubeln wie die Profis

Die Fußball-Hallenkreismeisterschaft der G-Junioren hat am Sonntag Hochspannung geliefert. Die Entscheidung fiel erst vom Punkt.

Hohenstein-Ernstthal.

Der großen Spannung folgte großer Jubel. Denn die Platzierungsspiele bei der Hallenkreismeisterschaft der Fußball-G-Junioren am Sonntag im Hot-Sportzentrum waren Duelle auf Augenhöhe. Auf den Höhepunkt trieb es das Finale, in dem sich der Oberlungwitzer SV gegen den VfB Empor Glauchau durchsetzte. Phil Rieke hatte die Glauchauer nach einer Ecke in Führung geschossen, doch Selina Schories glich für den Oberlungwitzer Nachwuchs aus. Nach der Verlängerung stand es weiter 1:1, weshalb das Siebenmeterschießen entscheiden musste. Hier legte Oberlungwitz zwar einen Fehlstart hin, doch auch der Glauchauer Nachwuchs brachte nicht jeden Ball ins Tor. So sicherten sich die OSV-Bambinis, bei denen Justin Richter zweimal parierte, doch noch den Titel - und jubelten danach wie die Profis.

"Bei den G-Junioren steht der Spaß an erster Stelle. Entsprechend gestalten wir auch das Training", sagte René Jungnickel, der zusammen mit René Seidel und Jeannine Meyer für das OSV-Team verantwortlich war. Zwischen vier und sieben Jahre alt sind die kleinen Fußballstars von Morgen, für die es noch keinen regulären Punktspielbetrieb gibt. Deshalb sind die Hallenmeisterschaften oder die eigenen Turniere die absoluten Highlights für die jungen Kicker. Am kommenden Sonntag ist der Oberlungwitzer SV selbst Turniergastgeber in der Sporthalle an der Erlbacher Straße in Oberlungwitz.

Lutz Hillmann, Trainer der Glauchauer, war mit dem Abschneiden seines Teams ebenfalls zufrieden. Das Siebenmeterschießen sei immer eine gewisse Glückssache, aber die Leistung und der Spaß im Team haben trotzdem gestimmt. Da bei den Jüngsten ohne Schiedsrichter gespielt wird und die Kicker die meisten Situationen selbst entscheiden, haben die Trainer ein besonderes Auge auf die Partien, greifen aber nur selten ein. "Die Spieler bekommen das selbst meistens am besten geklärt", so Hillmann. Gewünscht hätte er sich, dass genau wie bei den anderen Finalturnieren die besten Spieler ausgezeichnet werden.

Im Spiel um Platz 3 setzte sich Steinpleis-Werdau nach Siebenmeterschießen mit 3:2 gegen den Meeraner SV durch. Das Spiel um Rang 5 gewann der TSV Sachsen Hermsdorf/Bernsdorf mit 2:0 gegen Lok Zwickau. Platz 7 holten die Kicker des SV Muldental Wilkau-Haßlau mit einem 2:1 gegen Schönfels/Lichtentanne. Neunter wurde Silberstraße Wiesenburg. Die SG Friedrichsgrün hatte kurzfristig abgesagt, da zu viele Spieler krank waren. "Organisatorisch war das zum Glück nicht allzu schwierig. Wir haben die Spiele in der Gruppe jeweils 0:2 gewertet und den Plan ansonsten beibehalten", sagte Bürk Haubner aus der Turnierleitung. Sandra Heinze, die neben Bürk Haubner und Olaf Seidel ebenfalls zur Turnierleitung gehörte, war von der Leidenschaft der Kinder begeistert: "Sie sind mit richtig viel Freude dabei."


Ebersbrunner SV setzt sich im kleinen Teilnehmerfeld der Männer durch

Die Hallenkreismeisterschaften der Männer waren erneut mit nur vier Teams besetzt. Dem Titel holte sich diesmal der Ebersbrunner SV, der sich gegen den Oberlungwitzer SV II (4:1), ACL Zwickau (9:0) und gegen den VfL 05 Hohenstein-Ernstthal II (1:0) durchsetzte. Im letzten Turnierspiel gegen die Hohenstein-Ernstthaler hätte Ebersbrunn ein Unentschieden gereicht.

Zunächst hatte der VfL, der in dieser Partie nicht mehr in Bestbesetzung agieren konnte, die klareren Chancen, scheiterte jedoch mehrfach am starken Schlussmann der Ebersbrunner. Mit einem direkt verwandelten Freistoß ins obere Ecke machte dann schließlich der frühere Hohensteiner Landesligaspieler Fritz Gerisch den Titelgewinn der Ebersbrunner klar. Dritter wurden die Oberlungwitzer, die das Spiel gegen den VfL denkbar knapp mit 0:1 verloren hatten und den ACL Zwickau klar mit 8:0 besiegten. (mpf)

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