Torjäger kämpft gegen Ladehemmung

Im Kader des Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau gibt es ein Sorgenkind. Wann platzt der Knoten bei Patrick Pohl?

Crimmitschau.

Patrick Pohl hat die Zunge am rechten Fleck. Der 29-jährige Angreifer des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau findet klare Worte und beantwortet auch die Frage zur eigenen Leistung in den letzten Worten mit dem Wort "katastrophal". Der Center sucht bisher vergeblich nach der starken Form aus den letzten Spielzeiten. Das bestätigt ein Blick in die persönliche Statistik: Der Linksschütze kommt auf einen Treffer und drei Vorlagen. Seine Plus-Minus-Bilanz, bei der die Differenz seiner Reihe aus Toren und Gegentoren ermittelt wird, weist einen erschreckenden Wert von minus zehn auf.

"Vorn haben wir kein Glück und hinten kassieren wir immer wieder einfache Gegentore", sagt Patrick Pohl, der seit knapp fünf Jahren das Eispiraten-Trikot trägt und sich nun erstmals über einen längeren Zeitraum in einem Formtief befindet. Die Ursachen für die Probleme kann der Mann mit den schwarzen Haaren nicht nennen. "Ansonsten hätten wir sie auch schon längst abgestellt", sagt Patrick Pohl, der am Wochenende zwischen Vincent Schlenker und Alex Wideman stürmen wird.

Pohl und Co., die aktuell auf dem zehnten Platz in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) stehen, müssen am Freitag (20 Uhr) gegen die Heilbronner Falken und am Sonntag (17 Uhr) im Derby bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser antreten. Die beiden Kontrahenten kamen besser aus den Startlöchern als die Eispiraten. Heilbronn nimmt den zweiten Platz ein, Weißwasser rangiert an fünfter Stelle. Trotz der Ausgangslage peilt Patrick Pohl zwei Siege an: "Unser Trend hat zuletzt nach oben gezeigt. Daran müssen wir anknüpfen und - im Optimalfall - endlich einmal sechs Punkte einfahren."

Zur Zuversicht, die der Hausschwein-Besitzer verbreitet, trägt auch die personelle Situation bei den Westsachsen bei. Trainer Daniel Naud kann am Wochenende - mit Ausnahme des Langzeitverletzten Benjamin Kosianski - auf den kompletten Kader zurückgreifen. Stürmer David Kuchejda, der noch kein einziges Punktspiel für Crimmitschau absolvieren konnte, hat seine Rückenprobleme überwunden und in den letzten Tagen unter voller Belastung trainiert. "Sein Fitnesszustand hat mich positiv überrascht. Ihm fehlt sicherlich etwas Spielpraxis. Trotzdem sind drei bis vier Einsätze pro Drittel denkbar", sagt Naud über den Deutsch-Tschechen.

Zudem ist ein Konkurrenzkampf unter den Legionären entbrannt. Von den fünf Ausländern, die zum Eispiraten-Kader gehören, dürfen nur vier spielen. Zuletzt nahm Julian Talbot aufgrund von Rückenproblemen die Zuschauerrolle ein. Der Kanadier steht wieder im Training. Der Tscheche Lukas Vantuch rührte zuletzt mit starken Leistungen in Landshut und gegen Frankfurt kräftig die Werbetrommel in eigener Sache. "Die Entscheidung, welche Legionäre spielen, wird jeweils erst am Spieltag fallen", sagt Daniel Naud, der im Abschlusstraining am Donnerstag übrigens Lukas Vantuch zwischen Adrian Grygiel und Patrick Klöpper auf das Eis schickte.

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