Turnerin liebäugelt mit WM-Start

Lea Marie Quaas hat mit dem zweiten Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft ihren bisher größten Erfolg gefeiert. Nächste Woche entscheidet sich, ob es für die Leubnitzerin noch höher hinaus geht.

Leubnitz/Zwickau.

Bisher hält sich die Nervosität bei Lea Marie Quaas in Grenzen. "Aber das kommt noch", ahnt die 13-jährige Turnerin aus Leubnitz, die am 8./9. Juni bei einem internationalen Wettkampf im belgischen Gent die Chance erhält, sich für die Junioren-WM Ende Juni in Ungarn zu qualifizieren. Das war vor einer Woche noch nicht abzusehen. Doch mit ihrem zweiten Platz im Mehrkampf der AK 14 bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Bretten (Baden-Württemberg) überzeugte Lea die Verantwortlichen des Deutschen Turnerbundes (DTB). Sie beriefen die Leubnitzerin gemeinsam mit acht weiteren Turnerinnen zunächst ins Nachwuchsteam 2019/ 20. Und Anfang der Woche kam die Einladung nach Gent dazu.

Die Aussicht auf diese Herausforderung lässt auch die bitteren Momente der Deutschen Meisterschaft schnell vergessen. Zum Beispiel den Sturz im Sprung-Finale, bei dem Lea Marie Quaas am Ende auf den fünften Platz kam. "Da hat sie leider zu viel gewollt", sagt Erfolgstrainerin Gabi Frehse vom TuS Chemnitz-Altendorf, bei dem die Leubnitzerin seit dem Wechsel ans Sportgymnasium mit der fünften Klasse trainiert. Mit Silber im Mehrkampf sowie am Stufenbarren und am Balken kann sich die Bilanz aber auch so mehr als sehen lassen. "Ich habe mich sehr gefreut, dass ich die Ergebnisse der vorherigen Wettkämpfe, bei denen ich immer die Kaderpunkte geschafft habe, jetzt auch bei der Deutschen Meisterschaft bestätigen konnte", sagt Lea Marie Quaas.

Gabi Frehse, deren Schützlinge in Bretten insgesamt elf Titel und acht Silbermedaillen erturnten, traut der Leubnitzerin ohnehin noch einiges zu. "Sie bringt von der Kraft und Eleganz eigentlich alles mit, um auch international Karriere zu machen", sagt sie. Dazu gehört auch der Trainingsfleiß. Zehn Einheiten in der Woche fordern den Mädchen alles ab. Lea Marie Quaas gibt zu, dass ihr das nicht immer leicht fällt. Aber in dem Fall hilft das Vorbild direkt vor der Nase. Mit Sophie Scheder trainiert auch die Olympiadritte von 2016 in Chemnitz bei Gabi Frehse. "Es ist für uns Motivation pur, wenn sie auch mit in der Halle ist", gibt Lea Marie Quaas gerne zu.

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