VfB Empor rettet einen Zähler

Die Glauchauer Fußballer haben sich 1:1 von Germania Mittweida getrennt. Torhüter Dominik Reissig begründete anschließend, warum sein Team end- gültig in der Landesliga angekommen ist.

Glauchau.

Minute 77 brachte den Moment der Erlösung: Nach einer Ecke traf der neue Glauchauer Kanonier Michael Schwenke. Der VfB Empor hatte im Fußball-Landesligaspiel gegen Germania Mittweida das 1:1 erzielt, was zugleich den Endstand bedeutete. Die Erleichterung über den geretteten Punkt war anschließend auch bei Torhüter und Kapitän Dominik Reissig groß. "Nach dem frühen Rückstand war es nicht einfach für uns, ins Spiel zurückzukommen. Doch wir haben immer an uns geglaubt, sind am Drücker gewesen", betonte Reissig.

Der ansonsten so sonnige Sonntag hatte sich für den VfB Empor in der 10. Spielminute eingetrübt, als die Gastgeber nach einem weiten Einwurf der Mittweidaer nicht klären konnten und mit dem 0:1 bestraft wurden. Trainer Lutz Wienhold wollte seiner Truppe dafür aber keinen Vorwurf machen. "Beim Einwurf flog der Ball in eine Traube von vielleicht zehn Spielern - und einem Mittweidaer vor die Füße. Das war für uns Pech. Man kann nicht alles verteidigen", sagte Wienhold.

Er sei froh, dass seine Mannschaft gegen die favorisierten Mittweidaer für ihren Einsatz und ihre Leidenschaft noch belohnt wurde. "Ich fand es vor allem gut, dass wir trotz des Rückstandes nicht ins offene Messer gelaufen sind, sondern die Ordnung beibehalten haben", betonte der Coach des VfB Empor. Dass Michael Schwenke den umjubelten Treffer zum 1:1 erzielte, war auch für Wienhold keine große Überraschung. "Er hat ein Näschen im Strafraum, setzt sich im richtigen Moment ab", erklärte der Trainer. Wienhold freute sich am Sonntagnachmittag nicht nur über den Punktgewinn, sondern auch über die Rückkehr zweier Offensivkräfte: Nach ihren Verletzungen konnten Marvin Thiele und Toby Ammon zumindest eingewechselt werden.

Nach diesem Remis haben die Glauchauer fünf Zähler aus vier Partien auf dem Konto. Schon zum dritten Mal in Folge hat der VfB Empor nicht verloren. Für Schlussmann Reissig steht fest: "Wir sind in der Landesliga angekommen, weil wir inzwischen geschlossener auftreten." Das stimme ihn für die kommenden Wochen optimistisch. Der 24-Jährige hat richtig Spaß, in dieser Spielklasse aufzulaufen. "Die Liga ist sehr ausgeglichen. Jeder kann jeden schlagen. Das macht einen zusätzlichen Reiz aus", so Reissig.

Ein Kompliment für ihren Auftritt vor 127 Zuschauern im Sportpark an der Meeraner Straße erhielten die Empor-Kicker auch vom Gästetrainer. "Glauchau hat sehr diszipliniert gespielt und war physisch stark", sagte Uwe Schneider. Er könne mit dem Punkt leben. "Allerdings hätten wir die Partie in der ersten Halbzeit für uns entscheiden müssen", fügte der Coach von Germania Mittweida hinzu. Ihr nächstes Punktspiel bestreiten die Glauchauer am 18. Oktober daheim gegen den Radebeuler BC.

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