VfB Empor: Telefonate statt Treffs im Café

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Fußball-Landesliga: Sechs Spieler verlassen die Glauchauer Mannschaft

Glauchau.

Gesehen hat er den Großteil seiner Spieler schon lange nicht mehr. "Doch wir telefonieren oft und besprechen dabei, wie wir die kommende Saison angehen wollen", berichtet Lutz Wienhold, Trainer von Fußball-Landesligist VfB Empor Glauchau. Was er in den Gesprächen zu hören bekommt, stimmt den Coach zuversichtlich. "Bei allen ist eine große Lust zu spüren. Die Bereitschaft, beim VfB Empor zu bleiben, ist groß", betont Wienhold und fügt hinzu: "Mit unseren Planungen fürs nächste Spieljahr sind wir schon sehr weit."

Ganz ohne personelle Veränderungen wird es bei den Glauchauern allerdings nicht abgehen. Aus persönlichen Gründen werden kommende Saison Offensivexperte Christian Jäger und Torwart Tom Seyfarth fehlen. Während der 31-jährige Jäger nach über 200 Spielen für das erste Glauchauer Team in die zweite Mannschaft wechselt, wird sich Seyfarth zumindest noch im Umfeld der Mannschaft von Lutz Wienhold fit halten. Allerdings tritt der 29-Jährige berufsbedingt etwas kürzer und steht nur noch im Bedarfsfall zur Verfügung. Mittelfeldspieler Patrick Müller beendet dagegen im Alter von 26 Jahren nach zwei Kreuzbandrissen seine Karriere. Zudem wechselt der 20-jährige Louis Eibisch aufgrund seines Studiums nach Jena zum SV Schott in die Thüringenliga. Toby Ammon (nach Niederwürschnitz) und Florian Vogel (Lok Glauchau/Niederlungwitz) haben das Team bereits im Winter verlassen.

Beim Werben um interessante Kicker für den VfB Empor fordert die Corona-Pandemie ihren Tribut. "Man telefoniert mit den Kandidaten, anstatt sich wie früher mit ihnen im Café zu treffen", sagt Wienhold. Den wohl namhaftesten Neuzugang konnte der Landesligist bereits im Winter verkünden: Mit Jonas Mack wird ein ehemaliger Regionalligaspieler das Team verstärken. Der Mittelfeldmann wechselt vom Bischofswerdaer FV nach Glauchau. "Erfreulich, dass wir ihn für unseren Verein begeistern konnten", unterstreicht der Trainer. Eine Sonderrolle für Mack schließt der frühere Zweitligaprofi jedoch aus. "Wie jeder andere wird auch Jonas Mack an seinen Leistungen gemessen. Außerdem haben wir noch andere Spieler bei uns, die vorher höherklassig aktiv waren - zum Beispiel Marvin Thiele, der eine Saison in der Dritten Liga für den Chemnitzer FC bestritten hat", erklärt Wienhold.

Der Kader für die kommende Saison wird in Glauchau mit dem Ziel zusammengestellt, so wenig wie möglich mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Für Wienhold gibt es keinen Grund, große Töne zu spucken. "Man darf nicht vergessen, dass wir immer noch ein Aufsteiger sind", so der Coach. Im vergangenen Jahr durfte der Neuling coronabedingt nur sieben Partien in der Landesliga bestreiten und holte sieben Zähler. Dabei hielt der VfB Empor zum Teil auch gegen Spitzenteams gut mit. "Die Erfahrungen aus diesen sieben Begegnungen werden uns in der neuen Spielserie helfen", sagt Wienhold, der den VfB Empor in den nächsten zwei, drei Jahren zu einem festen Bestandteil der Sachsenliga formen will.

Auch der 55-Jährige kann kaum erwarten, dass es mit dem Training wieder losgeht. Während der quälend langen Zwangspause habe er nicht einen einzigen Moment ans Aufhören gedacht: "Klar, sonntags mal drei Stunden Rad zu fahren, ist auch ganz schön. Aber mir fehlt der Fußball, das Kribbeln vor den Spielen." (mit ewer)

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