Zwickau scheitert in eigener Halle

In der 2. Wasserball-Liga Ost hat sich der SV 04 gegen Leipzig schwer getan, zu seinem Spiel zu finden. Der Kapitän haderte mit der Leistung seines Teams.

Zwickau.

Es war nicht der Tag der Zwickauer Wasserballer: Einen Sieg hatte der SV Zwickau 04 im Zweitliga-Spiel gegen die HSG TH Leipzig eingeplant. Aber es sollte anders kommen. Am Ende unterlagen die Zwickauer ganz knapp mit 11:12.

So kamen die Gastgeber anfangs gar nicht ins Spiel, dagegen konterte Leipzig und schnell stand es für sie 3:0. Doch auch der erste Treffer von Vukicevic und jener von Czerner änderten nichts daran, dass es nach dem ersten Viertel 2:4 aus Zwickauer Sicht stand. Das zweite Viertel lief ausgeglichen, entsprach jedoch auf keinen Fall der Qualität der Westsachsen. Immer wieder versuchten sie, den Leipziger Schlussmann mit der Brechstange zu überwinden, doch die Leipziger blieben auf ihrer Linie und setzen schnelle Konter, bei denen sie ein ums andere Mal in Überzahl vor dem Zwickauer Schlussmann auftauchten. Schädlich konnte zu diesem Zeitpunkt Schlimmeres verhindern, so stand es zur Pause 4:7.

Nach Wiederbeginn hofften die zahlreichen Zuschauer, dass ihre Zwickauer endlich wach sind. Es begann auch eine Aufholjagd, die aber durch das Vernachlässigen der Abwehr durch Leipziger Konter unterbrochen wurde. Vor dem letzten Viertel lagen die Zwickauer mit 8:9 zurück. Das erste Tor im letzten Viertel erzielten die Gäste. Zwickau kämpfte, aber immer wieder schwammen sie sich vor dem Leipziger Tor fest. Immerhin erzielte Czerner eine Minute vor Schluss den Ausgleich. Doch der nächste Angriff der 04er wurde abgefangen. Jetzt hatten die Messestädter ihre Chance. Zu allem Überfluss gab es noch eine Herausstellung gegen Zwickau, Leipzig nutzte das zum 12:11-Erfolg. Es blieben enttäuschte Gesichter auf Zwickauer Seite, das Rennen um die Aufstiegsrunde war offenbar vorbei.

Doch dann die Meldung aus Brandenburg: Auch die SGW verlor ihr Spiel mit einem Tor Unterschied. Der Dreikampf zwischen Zwickau, SG Schöneberg Berlin und SGW Brandenburg geht weiter. Derzeit ist Schöneberg mit einem Punkt mehr im Vorteil. "Alles ist noch drin. Jedoch muss man darauf hoffen, dass Schöneberg noch Punkte lässt", sagte Zwickaus Trainer Jürgen Wüstner nach dem Spiel. Der Kapitän Martin Firmbach zog ein Resümee: "Wir haben heute gegen eine kämpferische Leipziger Mannschaft verloren, den Grund für die Niederlage müssen wir jedoch allein bei uns suchen. Spitzenmannschaftsreif war diese Leistung auf keinen Fall!" (mit jwn)

Zwickau: Schädlich, Firmbach 1, Oelschlägel, Czerner 2, Berkner, Wüstner, Bauer, Trommler,Hähnel 1, Vukicevic 4, Schneider, Japaritze, Milojkovic 2

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