Zwickauer Kampfsportler lernen beim Großmeister in Japan

Weiterbildungsreise ins Land der aufgehenden Sonne: Erkenntnisgewinn durch Trainingseinheiten bei namhaften Ninjutsu-Experten

Tokio.

Eine Reise nach Japan, zu den Wurzeln ihrer Sportart, haben die Trainer der Ninjutsu-Abteilung des Kampfkunstzentrums Zwickau unternommen. Für Abteilungsleiter Sven Gutknecht, der über 28 Jahre Trainingserfahrung verfügt, war es bereits der 20. Trip ins Land der aufgehenden Sonne. Diesmal nahm er seine Schüler mit, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu vertiefen.

Täglich wurden mehrere Trainingseinheiten besucht. "Morgens gegen 10 Uhr begann das erste Training, und gegen 21 Uhr endete die letzte Einheit", berichtet Ken Thormann. "Wir hatten die große Ehre, das neue Wissen von mehreren japanischen Großmeistern vermittelt zu bekommen." Auch Dr. Hatsumi Masaaki gab sein Wissen weiter. Der 87-Jährige ist das Oberhaupt und der Begründer des Bujinkan-Dojo Ninjutsu. Viel Freizeit hatten die Westsachsen nicht. "Wir mussten weite Wege zurücklegen, da jeder unserer japanischen Lehrer ein eigenes Dojo führt und diese weit verstreut im Großraum Tokio liegen", erzählt Ken Thormann. Oft wurde nur schnell etwas in einem kleinen Lebensmittelladen gekauft und auf dem Weg zur Bahn verzehrt. Nach einem langen Trainingstag ging es zur Entspannung ins Onsen. Beim gemeinsamen Abendessen - natürlich traditionell japanisch - wertete man die neuen Erkenntnisse aus.

Für seine herausragende Leistung und sein Engagement bekam Sven Gutknecht vom Großmeister persönlich den Titel "Dai Shihan" verliehen. Dies ist der höchste Rang und Titel im Bujinkan, den jemand erhalten kann. Zwei seiner Schüler konnten einen persönlichen Erfolg verzeichnen: Ken Thormann legte erfolgreich den Schnitttest zum 5.Dan ab und erhielt den Titel "Shidoshi". Martin Keilberg, der ebenfalls bei Sven Gutknecht trainiert und seit einem Jahr ein eigenes Dojo in Deggendorf führt, wurde für seine Leistung der 2. Dan verliehen.fp

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