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Neuer Radweg in Muldenberg sorgt für Großbaustelle mitten im Wald

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Zwischen Muldenberg und Klingenthal entsteht eine neue Trasse für Radler. Bei den Arbeiten wird klar, warum der Forst vom Projekt wenig begeistert war.

Muldenberg.

Sie sind entlang der Straße zwischen Klingenthal und Muldenberg nicht zu übersehen, die Bauarbeiten für einen neuen Radweg. Auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern soll er zwischen dem Hämmerlingweg und dem Parkplatz Kielfloßgraben Radwanderern mehr Sicherheit bieten, als eine Fahrt auf der Straße, die in den Kurvenlagen durch Leitplanken keine Ausweichmöglichkeiten bietet. Der neue Radweg wird in einer Breite von 2,50 Metern mit Asphalt befestigt. Das geht aus Informationen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hervor. Was derzeit entlang der Straße läuft, sind umfangreiche Vorarbeiten. Der Baubeginn für den Radweg ist laut Lasuv für das Frühjahr 2023 geplant.

Den bereits erfolgten Baumfällungen stand man allerdings beim Staatsbetrieb Sachsenforst kritisch gegenüber, da mit den starken Randfichten auch der Schutz für den Baumbestand verloren gegangen ist. Inzwischen erfolgte die Beräumung von Unterholz, Wildwuchs und Sträuchern sowie die Entfernung der Baumstubben. Abgeschlossen ist auch die Sondierung des Geländes auf die Hinterlassenschaft von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg.

Durch den Bau des Radweges sind auch die bestehenden Straßendurchlässe zu verlängern und ein kleines Brückenbauwerk über den Kielfloßgraben zu errichten. Dabei wird durch den Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland die Haupttrinkwasserleitung teilweise neu verlegt. Dadurch wird der Verkehr bei halbseitiger Sperrung der Fahrbahn per Ampel geregelt. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich im November abgeschlossen werden. Die Gesamtbaukosten für das touristische Projekt belaufen sich nach den Informationen des Lasuv auf rund 1,5 Millionen Euro.

Wenn der Radweg fertig ist, sollen auf dem verbliebenen Streifen zum Wald hin Sträucher und Bäume gepflanzt werden - als Schutz für den Wald und zur optischen Aufwertung. "Bis diese Schutzfunktion aber effektiv greifen kann, wird es Jahre dauern", machte Udo Lüttschwager, Leiter des Staatsbetriebes beim zuständigen Forstbezirk Adorf, deutlich.

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