Vater und Sohn leuchten weiter auf Plauener Ampeln

Die Sonder-Erlaubnis für die Cartoon-Motive mit Lokalnote ist jetzt in Dresden verlängert worden. Die Ampelmännchen erinnern an den Zeichner Erich Ohser alias e.o.plauen, der die beliebten Vater-und-Sohn-Comics erfand.

Plauen.

Grünes Licht für Plauener Spezial-Verkehrshelfer: Vater und Sohn dürfen Fußgängern weiterhin sagen, wann sie stehenbleiben müssen und wann sie über die Straße gehen können. Die Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für die ungewöhnlichen Ampelmännchen nach Vorlage der Comics des berühmten Künstlers Erich Ohser alias e.o.plauen ist nun vom Sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Dresden bewilligt worden. Das teilte die Plauener Stadtverwaltung mit. Im Dezember hatte das Rathaus beim Lasuv die Entfristung der Sonder-Regelung, die erstmals vor zwei Jahren für die erste Ampel im Freistaat mit lokaler Note erteilt worden war, beantragt. Laut Antwortschreiben der Behörde von Anfang Januar, heißt es in der Mitteilung weiter, soll "hinsichtlich der Verwendung abweichender Symbole in Lichtsignalanlagen eine im gesamten Freistaat Sachsen geltende Regelung getroffen werden". Dies soll in den kommenden beiden Monaten geschehen. Daher gilt die weitere Genehmigung vorerst bis 28. Februar. 

Seit Dezember 2017 darf Plauen dank einer Ausnahmegenehmigung Fußgängerampeln mit Vater und Sohn-Silhouetten an den Kreuzungen Neundorfer Straße/ Marktstraße/ Dobenaustraße/ Unterer Graben sowie Syrastraße/ Hammerstraße/Komturhof verwenden. Im April 2018 wurden die ersten Motive umgebaut und erfreuen seitdem die Fußgänger. Der Vater mahnt in Rot zum Warten, der Sohn fordert in Grün zum Laufen auf. Das sei pädagogische Absicht, hatte Stadtsprecherin Silvia Weck bei der Inbetriebnahme augenzwinkernd verraten.

Auch in Freiberg in Mittelsachsen war heiß diskutiert worden, ob Ampelmännchen in der Innenstadt künftig wie Bergmänner aussehen sollen. Vor einem knappen Jahr hatte sich der Stadtrat aber dagegen ausgesprochen. Diese Ablehnung stieß bei vielen auf Unverständnis. Ein Grund, warum das Projekt im Stadtrat scheiterte, waren Kosten von rund 21.000 Euro für die Umrüstung von fünf Fußgängerampeln. (em)

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