Bild im Zentraldepot gibt Rätsel auf

Hing das Stillleben einst im Büro des Stationsvorstehers oder aber in der Mitropa? Die Museumsleiterin sucht Zeitzeugen.

Reichenbach.

Im Museums-Zentraldepot im Park der Generationen lagern viele Zeugnisse der Reichenbacher Industriegeschichte. Zu sehen sind Exponate aus der Textilindustrie, der Druck- und Verlagsgeschichte sowie Teile der Geschichte des Oberen Bahnhofs Reichenbach.

Eines der Objekte aus dem Altbestand gibt Martina Bundszus, der Leiterin des Neuberin-Museums, im Moment Rätsel auf. Es ist ein rundes, grob gemaltes und beschädigtes Gemälde in einem mit Stuck verzierten Rahmen. "Es stammt, so viel ist sicher, aus dem Oberen Bahnhof von Reichenbach", sagt sie. Das Stillleben zeigt Pilze, einen Korb mit Himbeeren, grünen Kohl und einen dunklen Krug mit schmalem Hals. Der Maler ist unbekannt. Die Komposition ähnelt stark einem Postkartenmotiv von Mary Golay (1869-1944). Von einem zweiten Bild ist nur der Rahmen erhalten. Wie Bundzus erzählt, sollen die Bilder entweder aus dem Amtszimmer des Stationsvorstehers oder aus der Mitropa-Gaststätte stammen. "Restaurator Thomas Wolf aus Auerbach hat hinten im Rahmen eine Aufhängung entdeckt", erklärt Bundzus. Also hingen die Bilder vermutlich an der Wand. Genaues aber weiß man nicht.


Um der Sache auf den Grund zu gehen, bittet die Museumschefin die Öffentlichkeit um Mithilfe. Wer alte Fotos hat, auf denen eines oder beide der runden Bilder zu sehen sind, Erinnerungen daran hat, wo sie hingen, oder sonst den Schleier der Geschichte lüpfen kann, sollte sich bei der "Freien Presse" melden.

Kontakt: "Freie Presse", Markt 5, 08468 Reichenbach. Ruf 037468 5595 15541. E-Mail: red.reichenbach@freiepresse.de.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...