Kreistag lehnt Petition ab

Die eingereichte Petition der Eltern der Dr.-Päßler-Schule in Meerane ist im Hauptausschuss des Kreistages abgelehnt worden.

Werdau.

Die Auslagerung zweier Klassen der Meeraner Dr.-Päßler-Schule - eine Förderschule mit Menschen mit Behinderung - ins benachbarte Glauchau wird nicht aufgehoben. Das ist das Ergebnis der Hauptausschusssitzung im Verwaltungszentrum in Werdau am Mittwochabend. Das Gremium hatte sich mit der Petition zur Schließung der Außenstelle der Schule ab dem Schuljahr 2019/2020 und der Wiederherstellung der Fachräume Ton und Textiles Gestalten auseinandergesetzt, die 50 Unterschriften zusammenbrachte. Ziel der Initiatoren war es, dass die Kinder wieder in Meerane zur Stammschule gehen können.

Laut Landrat Christoph Scheurer (CDU) habe es eine Vorortbegehung vor einigen Monaten in Glauchau gegeben. Dabei habe man festgestellt, dass sich die Auslagerung nicht negativ auf die Entwicklung der Kinder auswirke. Aus jetziger Sicht führe kein Weg an der Außenstelle in Glauchau vorbei und sei aufgrund der Entwicklung der Schülerzahlen noch bis zum Schuljahr 2023/24 notwendig.

Sabine Martens, deren Kind die Dr.-Päßler-Schule besucht, zeigte sich über das Ergebnis enttäuscht. "Ich finde es schade, dass bei der Sitzung nicht über mögliche Alternativen gesprochen wurde, wie zum Beispiel Container auf dem Schulgelände. Diese Zwischenlösung stellt eine erhebliche Belastung für die Eltern und die Kinder dar", sagt sie. Die Ganztagesangebote der Stammschule seien nicht gewährleistet und die Durchführung der Therapien gestalte sich allgemein schwierig. Die Angebote sind auf einen Tag in der Woche konzentriert. "Eine Mutter teilte mir mit, dass die Schüler ihr Mittagessen im Klassenzimmer einnehmen müssen. Einen Pausenhof und Rückzugsorte gibt es nicht", sagt sie.

Der Landkreis Zwickau ist Träger der Förderschule, in der vor allem Kinder und Jugendliche aus den Regionen Glauchau/Meerane und Lichtenstein betreut werden. Da die Schülerzahl im Jahr 1996 von 64 auf 83 im Jahr 2019 angestiegen war, sind 16 Schüler ausgelagert worden. Die Außenstelle war zunächst als Übergangslösung gedacht.

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