Neubau von Güllebecken: Bürger fragen nach

Ein geplantes Vorhaben des Agrarhofes Gospersgrün in Fraureuth sorgt bei den Anwohnern für Bedenken.

Fraureuth.

Normalerweise ist der Kälberstall auf der Milchviehanlage des Agrarhofes Gospersgrün in Fraureuth für Fremde tabu. Am Dienstagabend war das anders. Der Landwirtschaftsbetrieb hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. An der nahmen nicht nur etliche Anwohner, sondern auch Gemeinderäte und Mitarbeiter des Betriebes teil. Der Grund für die Zusammenkunft: Der Agrarhof will auf dem Gelände ein zweites Güllebecken bauen. Das sorgt im Dorf für reichlich Gesprächsstoff. "Wir haben die Veranstaltung anberaumt, um das Projekt vorzustellen, Aufklärung zu betreiben und im Ort kursierende Gerüchte aus dem Weg zu räumen", sagt Thomas Hübner vom Vorstand des Agrarhofes. Er räumte die Bedenken einiger Bürger aus dem Weg, dass sich die Zahl der Kühe erhöhen werde. "Die ist seit der Erweiterung des Stalls vor sechs Jahren konstant. Daran wird sich auch nichts ändern." Er begründete den Neubau mit einer Änderung der Düngemittelverordnung. "Nach der sind die Sperrzeiten deutlich verlängert wurden. Das heißt im Umkehrschluss, dass uns weniger Tage zur Verfügung stehen, an denen wir die Gülle ausfahren können." Hübner machte deutlich, dass durch den Neubau das Unternehmen flexibler reagieren könne. "Wir verfügen somit über mehr Kapazität und müssen den Inhalt nicht ausbringen, weil der eine Behälter voll ist."

Zu den Hautproblemen der Gäste gehörte der schlechte Zustand der Straße, die von der Milchviehanlage hinunter ins Dorf führt. "Wir werden nach einer Lösung suchen und die auch finden. Das wird nicht sofort geschehen, aber wir kümmern uns darum", versicherte Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU). Thomas Hübner versprach, dass sich das Unternehmen notfalls an den Kosten beteiligen würde.

Mit der Problematik wird sich auch der Gemeinderat auf seiner nächsten Zusammenkunft befassen. "Wir werden dazu nur gehört. Die Genehmigungsbehörde für den Bau ist das Landratsamt", so Topitsch.

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