Schlunzig: Arbeiten am Brückenneubau gehen weiter

Erst nach Einbau der Tragseile will sich der Landkreis auf einen Termin für die Freigabe festlegen. Bis dahin ist Geduld gefragt.

Schlunzig.

Nach längerer Pause gehen die Arbeiten an der neuen Schrägseilbrücke über die Mulde im Zwickauer Ortsteil Schlunzig weiter. Das hat am Mittwoch das Amt für Straßenbau der Kreisverwaltung bestätigt. "Wir gehen davon aus, dass der Einbau der Tragseile nun ohne Unterbrechungen erfolgt", sagte Ines Bettge von der Pressestelle des Landratsamtes. Zuvor war es immer wieder zu Verzögerungen bei den Montagearbeiten an den Seilen gekommen. So war das vom Hauptauftraggeber - Bauherr ist der Landkreis - vertraglich gebundene Subunternehmen aus Spanien abgereist, weil die zum Einbau der Seile benötigten Materialien nicht geliefert worden seien.

"Es besteht die Hoffnung, dass bis Ende Oktober der erste Spanngang abgeschlossen wird", fügte Sprecherin Bettge an. "Danach soll nach Auswertung der gemessenen Spannkräfte der zweite Spanngang durchgeführt werden." Ein neuer Zeitplan für den Brückenneubau lasse sich erst nach dem Einbau der Tragseile aufstellen. Daher sei weiter unklar, wann das Bauprojekt abgeschlossen wird.

Der Neubau soll die 1964 errichtete Muldenbrücke daneben ersetzen. Laut Straßenbauamt des Landkreises war diese während des Hochwassers 2013 erheblich beschädigt worden. Dass sich der Bauherr für eine Schrägseilbrücke entschied, wurde mit dem geringeren Eingriff in die Natur begründet. Schließlich entsteht der Brückenneubau in einem sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet, das wiederum ein Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes ist.

Die beiden Pylonköpfe, die mehr als 32 Meter über den Boden in die Lüfte ragen, sind schon von Weitem sichtbar. An ihnen werden die 24Stahlseile eingehängt, die zwischen 28 und 55 Meter lang sind. Hergestellt wurden die Pylonköpfe von der Firma Sonderstahlbau an der Äußeren Dresdner Straße in Zwickau. Die beiden jeweils 21 Tonnen schweren, acht Meter langen und 3,10 Meter breiten Teile wurden bereits im November des Vorjahres nach Schlunzig transportiert.

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