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Karsten Schneider und Christopher Wieditz (hinten) beim Anschließen der Schläuche.

Foto: Beate Kindt-Matuschek

Fäkalschlamm nun in Eigenregie entsorgt

Der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge investiert in zwei Spezialfahrzeuge, um für die Kunden die Kosten zu senken. Zudem formiert sich ein neues Team.

Von Beate Kindt-Matuschek
erschienen am 12.01.2018

Schwarzenberg. Es ist eine gute Nachricht zu Jahresbeginn für alle Besitzer von Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben: Die Transportkosten für die regelmäßig notwendige Entleerung und Entsorgung des Fäkalschlamms sinken - und zwar um 9 Cent pro Kubikmeter.

Kostete bislang das Entleeren einer Grube im Meisterbereich Schwarzenberg des Zweckverbands Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) 27,41 Euro pro Kubikmeter, so werden seit Jahresbeginn nur noch 27,32 Euro pro Kubikmeter Fäkalschlamm berechnet. Möglich macht diese Senkung der Gebühr für den Kunden eine Investition des ZWW. Denn dieser hat für rund 460.000 Euro zwei neue Schlammsaugwagen gekauft und wird fortan die Abholung des Fäkalschlamms in Eigenregie übernehmen. Zu den Gründen für diese Investition erklärt ZWW-Geschäftsführer Frank Kippig: "Es gab ja einen großen Aufschrei, als sich am Jahresanfang 2016 die Transportkosten für die Entsorgung von Fäkalschlämmen erhöhte. Ursache war damals, dass sich nach europaweiter Ausschreibung dieser Dienstleistung nur zwei Bieter bewarben und der preisgünstigere im Meisterbereich Schwarzenberg seinen bis Ende 2015 gültigen Preis um 82 Prozent teurer anbot." Nur durch einen solidarischen Ausgleich der Angebotspreise in den verschiedenen Meisterbereichen des ZWW habe man damals eine große Preiserhöhung für die Kunden abwenden können, so Kippig.

Fortan wurde umgedacht und gerechnet. Im Ergebnis dessen läuft nun im Meisterbereich Schwarzenberg die Fäkalschlammentsorgung ab sofort wieder in Eigenregie des ZWW. Im Meisterbereich Thalheim habe man durch eine Vertragsverlängerung mit dem bisherigen Entsorger den Preis halten können. Diese Entscheidung hat auch Änderungen in der Struktur der Wasserwerke zur Folge. "Wir haben außerdem im Unternehmen ein neues Team für dezentrale Entsorgung etabliert", sagt Kippig. Dessen Leiter ist Christian Strobel. Der 33-Jährige wird für alle Fragen rund um die Wartung von Kleinkläranlagen, die Entsorgung von Fäkalschlämmen und den Transport von Nassschlämmen aus Gruppenkläranlagen verantwortlich sein. Ihm zur Seite stehen vier Mitarbeiter: Zwei für die regelmäßigen Wartungen der Anlagen, und mit Karsten Schneider und Christopher Wieditz wurden zwei Mitarbeiter speziell für die Fäkalschlammentsorgung eingestellt. Diese beiden Männer fahren künftig vor, wenn der Kunde um Entleerung seiner Grube bittet. Die Beauftragung sollte aber wie bisher stets schriftlich erfolgen, sagt Strobel. Entweder per Bestellkarte, per Fax oder per Mail, aber auf alle Fälle schriftlich.

 
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Kommentare
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  • 13.01.2018
    00:08 Uhr

    521672: Eine gute Nachricht zu Jahresbeginn? Unglaublich! Erst zieht man sich aus diesem Kernbereich staatlicher Daseinsvorsorge zurück und zwingt damit Tausende Grundstückseigentümer zu eigenen Abwasserlösungen, die in den seltensten Fällen tatsächlich funktionieren, da die Anlagen für eine stabile biologische Reinigung viel zu klein sind, und dann brüstet man sich mit einer Transportkostensenkung von 9 Cent oder 0,32 Prozent pro Kubikmeter? Das ist an Unverfrorenheit nicht zu toppen. Die seit Jahren vollkommen unkritische, ja verherrlichende Berichterstattung der FP zur Abwasserentsorgung in Sachsen im Allgemeinen und zum ZWW im Besonderen ist Ausdruck völliger Ahnungslosigkeit zu diesem Thema. In der Schule hieße das: Thema verfehlt, sechs, setzen! Bei der FP Schwarzenberg heißt es dagegen: selbstverständlich Herr Dr. Kipping, gerne Herr Rudler!

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