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Einer von 8022 Unfällen im Kreis - im September in Arnsfeld.

Foto: Bernd März

Mehr Unfälle, aber weniger Tote im Erzgebirge

Auf den Straßen im Landkreis hat es im vergangenen Jahr öfter gekracht als 2016. Auch die Anzahl der Vorfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, stieg an.

Von Michael Urbach
Annaberg-Buchholz. Die Gefahr, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, ist im vergangenen Jahr im Erzgebirgskreis gegenüber dem Vorjahr größer geworden. Gestern erschien die polizeiliche Unfallstatistik, die den Trend aus den Daten des kürzlich veröffentlichten Reports des Statistischen Landesamtes ("Freie Presse" berichtete) untermauert. Demnach krachte es auf den Straßen der Region im Jahr 2017 8022 Mal - ein Anstieg um 252 Fälle.

Damit liegt der Kreis im bundesweiten Trend. Laut Statistischem Bundesamt wuchs die Anzahl der Unfälle um rund zwei Prozent, zwischen Flensburg und München nahm die Polizei insgesamt etwa 2,6 Millionen Unfälle auf. Auch was die Anzahl der Todesopfer angeht, folgt der Erzgebirgskreis dem Bundestrend. So starben nicht nur deutschlandweit weniger Menschen auf den Straßen, sondern auch die Anzahl der hiesigen Todesopfer ging von 20 auf ein Dutzend zurück. Ebenso gab es weniger Verletzte. Waren es 2016 noch 1048, so wurden 2017 insgesamt 1027 Verletzte gezählt.

Beim Unfallgeschehen bleibt Alkohol am Steuer nach wie vor ein Thema. "Bei 129 Unfällen stand mindestens einer der Beteiligten unter Einfluss von Alkohol", informierte die Polizei. 2016 waren es 147. 450 Mal zogen die Beamten 2017 Kraftfahrer aus dem Verkehr, bevor es zu Unfällen kam - 20 mehr als im Jahr zuvor. Einen deutlichen Anstieg verzeichnen die Statistiken derweil bei Unfällen, in die junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren verwickelt waren. Jene 1517 Unfälle entsprechen einem Plus von 151 Fällen. Dabei gab es keine Todesopfer, aber 174 Verletzte. Auch am anderen Ende der Altersskala, bei Verkehrsteilnehmern über 65, stieg die Anzahl von Unfallbeteiligten von 1951 auf 1998. In dieser Altersgruppe starben drei Menschen, 130 erlitten Verletzungen. Bei etwa jedem fünften Unfall entfernten sich Beteiligte unerlaubterweise vom Ort des Geschehens. Die Polizei spricht von 1562 Fällen, was einem minimalen Anstieg gegenüber 2016 entspricht. Die Aufklärungsquote lag 2017 wie schon 2016 bei etwa 48 Prozent. 55 Mal flüchteten Fahrer bei Unfällen, bei denen Personen zu Schaden kamen, knapp zwei Drittel der Fälle konnten die Beamten aufklären.

Um die Unfallanzahl zu reduzieren, setzt die Polizei in diesem Jahr wieder auf Verkehrskontrollen, aber auch Prävention. Dazu zählen Aktionen wie "Blitz für Kids". Eine solche fand kürzlich in der Region statt. Dabei kontrollierte die Polizei gemeinsam mit Kindern die Geschwindigkeit von Autos vor Schulen. Die höchste gemessene Überschreitung lag bei 44 km/h.

 
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