Kreisverkehr soll schneller kommen

Oederans Bürgermeister Steffen Schneider ist im ständigen Austausch mit den Behörden, wenn es um den Straßenbau geht. Er hat dabei schon manches erreicht, einige Projekte liegen aber weiter auf der langen Bank.

Oederan.

Der Name Schneider ist in Deutschland kein seltener. Und dennoch ist er den Mitarbeitern im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) ein Begriff. Denn mit Steffen Schneider (Freie Wähler), Bürgermeister von Oederan, führen die Verantwortlichen dort in schöner Regelmäßigkeit Gespräche. Was daran liegt, dass sich der Rathauschef für die Straßen in seiner Stadt und deren Sicherheit engagiert. Erst recht, nachdem eine Umgehungsstraße für die durch Oederan führende B 173 auf absehbare Zeit nicht kommt. Auch dafür hatte Schneider zahlreiche Gespräche mit den Behörden geführt, allerdings mit Vertretern des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr.

Derzeit und aus aktuellem Anlass liegt der Fokus in den Gesprächen mit dem Lasuv auf folgenden Schwerpunkten:

Fußgängerinsel B 173: Die Überquerung der Bundesstraße in der Stadt Oederan ist an vielen Stellen gefährlich. Entschärft wurde die Gefahr bereits am Marktplatz, wo seit vielen Jahren eine Fußgängerampel steht. Auch auf Höhe der neuen Einkaufsmärkte im Osten der Stadt wurde reagiert. Ende 2016 wurde dort eine Fußgängerinsel, im Beamtendeutsch Querungshilfe genannt, errichtet. An einer weiteren Stelle sieht Bürgermeister Schneider noch immer Handlungsbedarf: Auf Höhe des Einkaufsparks "Zur Stanze", kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Flöha, hätte er gern auch eine solche Fußgängerinsel. "Die wäre nicht nur den Schülern der Grund- und Oberschule sondern auch den Kindern und Eltern der Kindereinrichtung "Kitz" sowie den Kunden des Einkaufsparks eine große Hilfe", sagt Schneider. Seine Gesprächstermine beim Lasuv hatten Erfolg. "Die Chancen stehen gut, dass die Fußgängerinsel noch in diesem Jahr kommt", sagt er.

Kreisverkehr auf der B 173: Nach zahlreichen Unfällen an der Kreuzung der B 173 mit der Gerichtsstraße - im Januar dieses Jahres kam dabei eine Frau ums Leben - ist Schneider daran interessiert, dass der an dieser Stelle geplante Kreisverkehr schneller gebaut wird. Laut Behörde läuft derzeit noch das für das Planungsrecht notwendige Planfeststellungsverfahren, für den Bau, doch genau das soll jetzt schneller gehen. "Die Gespräche mit dem Lasuv bezüglich des Kreisverkehrs haben gezeigt, dass alle an einer schnellen Realisierung interessiert sind", sagt Schneider. So werde jetzt versucht, das Planungsrecht schneller zu bekommen. "Das hieße zwar immer noch, dass der Kreisverkehr frühestens 2019 kommen könnte", so Schneider. "Das wäre aber ein Jahr eher als nach aktuellem Stand."

Sanierung der S 201: Die Staatsstraße von Oederan nach Hainichen soll auf dem Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Oederan und der Räuberschänke in Hartha (Kreuzung mit der S203) saniert werden. Das teilte das Lasuv jetzt in seinem Bauprogramm für das Jahr 2018 mit. Wann genau das Vorhaben startet und wie der Verkehr während der Arbeiten umgeleitet wird, wollte die Lasuv-Sprecherin Nicole Wernicke auf Anfrage noch nicht bekanntgeben. Sie verwies auf ein Pressegespräch Anfang April, bei dem alle Einzelheiten genannt würden.

Auch die Frage, warum nur der Abschnitt ab dem Ortsausgang von Oederan und nicht der stärker beschädigte Teil innerorts saniert wird, ließ die Behördensprecherin unbeantwortet. Mehr dazu weiß aber Steffen Schneider. "Nach meinen Informationen ist auf dem Teilstück der Hainichener Straße von der B 173 bis zum Ortsausgang Oederan ein grundhafter Ausbau geplant", sagt er. "Das ist also mit dem Neuverlegen von Rohren und Leitungen verbunden, während außerorts nur die Fahrbahn erneuert wird." Dies bedürfe einer längeren Planung. Wann gebaut wird, konnte auch Schneider nicht sagen. "Wir sind aber natürlich daran interessiert, dass dort schnell etwas gemacht wird, denn die Hainichener Straße ist in absolut schlechtem Zustand", sagt er.

Die Verbindung zwischen Oederan und der Räuberschänke hat den Rathausschef in den vergangenen Tagen aber noch aus einem anderen Grund beschäftigt. Denn erst kürzlich sind zahlreiche Bäume entlang der S 201 gefällt oder zum Teil heftig gestutzt worden. Wie Schneider aus dem Landratsamt erfahren hat, ist dies aus Sicherheitsgründen geschehen. "Die alten Bäume standen zu nah an der Fahrbahn", sagt er. "Ersatzpflanzungen soll es aber nicht geben."

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