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Inzwischen existiert er seit 115 Jahren: der Steinbergturm heute.

Foto: David RötzschkeBild 1 / 3

Die Geschichte eines Turmes

Er markiert den höchsten Punkt im östlichen Vogtland und ist schon 115 Jahre alt: der Steinbergturm. Anlässlich dessen blickt man im Rothenkirchener Ströherhaus in die Geschichte zurück.

Von Sybille Güntzel-Lingner
erschienen am 16.04.2018

Rothenkirchen. "Vergasst en Staaberg net" - So soll der frühere Wirt seine Gäste vom Steinberg jeweils verabschiedet haben. Vergessen wurde der Steinberg nicht. In diesem Jahr jährt sich die Erbauung des 16,50 Meter hohen Turmes zum 115. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Ströherhaus in Rothenkirchen eine Ausstellung, die am Wochenende eröffnet wurde. Ortschronist Günter Bäuerle hat umfangreiches Material in Form von Postkarten, Fotos, Schriftstücken und Bauplänen zur Verfügung gestellt. Es gibt Einblick in die wechselvolle Geschichte des Steinbergs mit seinem Turm.

Der 1896 gegründete Verein der Naturfreunde zu Rodewisch, später nannte er sich Gebirgsverein Rodewisch und Umgebung, tat 1900 in der Auerbacher Zeitung den Bau eines Turmes auf dem Steinberg kund. 1903 wurde er eingeweiht. Erbaut hatte den hölzernen Turm auf dem 659 Meter hohen Berg die Wildenauer Baufirma Otto Wolf, die es heute noch gibt. Den Gründern, dem Fabrikant Arthur Schuster, Oberlehrer Martin Kreisig und Brauereibesitzer Hermann Günnel wurde zum 25. Turmjubiläum 1928 ein Gedenkstein gesetzt. Der Block aus Röthenbacher Granit steht heute noch auf dem Steinberg. Die Kupferplatten mit den Gründerköpfen sind im Ströherhaus zu sehen, ebenfalls das Modell eines Turmes. Später wurden eine Gaststätte und ein Unterkunftshaus für Wanderer errichtet. Seither ist der Steinberg wegen seiner Naturschönheiten zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Die Rodewischer und die Steinberger aus Rothenkirchen, Wernesgrün und Wildenau nennen ihn ihren Hausberg. Fotos von Himmelfahrtsausflüglern, Wandergruppen, Theateraufführungen und den Auftritten der Wernesgrüner Blasmusikanten sprechen von seiner Beliebtheit.

Doch nicht immer ging alles glatt in der Geschichte des Turmes: 2000 brannte eine Schuppenanlage, die nach dem Krieg als Ferienlager gedient hatte. 2002 riss ein Sturm die Blechabdeckung des Turmkopfes ab. Als problematisch erwies sich die Erschließung der Medien. Die erfolgte im Zuge der grundhaften Sanierung von Turm und Gaststätte von 2004 bis 2007. Mit Gründung der Einheitsgemeinde Steinberg 2004 war die Steinbergimmobilie in deren Besitz übergegangen. Ursprünglicher Eigentümer war der Gebirgsverein, der 1945 enteignet und aufgelöst wurde. Neuer Besitzer wurde die Gemeinde Wildenau. Sie favorisierte eine Trink-und Abwasserleitung nach Wildenau. Das Projekt führte zu Streitigkeiten zwischen Kommune und Naturschützern und scheiterte. Bereits 1961 war das Steinberg-Areal zum Naturschutzgebiet erklärt worden.

2003 wurde das 100-Jahr-Turmjubiläum gefeiert. Der Zuspruch bleibt ungebrochen. Obwohl viele Bäume inzwischen hochgewachsen sind, reicht der Blick vom Turm weit übers Land. Kinder, die die Ausstellung besuchen, können ihn im Miniformat mit nach Hause nehmen. Die einheimische Firma Kunert hat eigens ein Bastelset kreiert.

Service Gezeigt wird die Ausstellung am 5. und 6. Mai, 2. und 3. Juni, 7. und 8. Juli sowie 11. und 12. August, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Besichtigungen sind auch nach Vereinbarung möglich. Bei Günter Bäuerle, Telefon-Kontakt: 037462 5937.

 
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