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Kritik an Innenstadt löst Diskussion aus

Der Aufruf der Frauen vom Café Temper stößt bei anderen Geschäftsleuten der Innenstadt auf wenig Verständnis.

Von Bernd Appel
erschienen am 12.01.2018

Auerbach. Beate Barthel von Siegel Markenmode macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube: Sie ärgert sich über die Wortmeldung von Cathrin Leidholdt und Andrea Sachs vom Café Temper zum angeblich "langsam sterbenden Auerbach". Ähnlich gehe es allen, die beim Gewerbeverein Wia (Wir in Auerbach) sehr aktiv seien, sagt sie. Die Temper-Frauen hatten von einer oft menschenleeren Innenstadt gesprochen - oft würden sie gefragt, wo "die Seele von Auerbach" geblieben sei. Diese wolle man wieder finden, wer mittun wolle, könne sich melden. Beate Barthel meint dazu: "Frau Leidholdt kann doch gern im Wia-Vorstand mitarbeiten, das ist die richtige Plattform für solche Aufrufe." Nur vereint könne man etwas für Auerbach bewegen. Ihre eigene Ansicht der Innenstadt ist diametral entgegengesetzt: Man könne stolz sein auf das Erreichte, es gebe eine "stetige Aufwärtsentwicklung", etwa bei der Zahl ihrer Kunden. Die kämen oft von weit her, weil man hier so schön einkaufen könne. "Klar - der Weihnachtsmarkt war nicht der Brüller, und wir sind keine Wachstumsregion. Aber die Außenwirkung der Stadt ist gut." Und die dürfe man nicht kaputt machen.

Auch Sandra Schädlich, Filialleiterin im Schuhhaus Schneider am Neumarkt, meint, sie höre von den Kunden im täglichen Kontakt genau das Gegenteil von dem, was die Frauen vom Café Temper beklagen. "Die Leute finden Auerbach gemütlich, etliche kommen aus Plauen, Wilkau-Haßlau, Zwickau oder Hof hierher, weil es noch kleine Läden mit persönlicher Bedienung gibt." Nicht jeder fühle sich in großen Einkaufszentren wohl: "Hier gibt es noch Grün und frische Luft."

Matthias Richter, Chef von Medimax, kann mit dem Begriff der verlorenen Seele nichts anfangen: "Es wird eher so sein, dass die Geschäfte nicht mehr so richtig funktionieren." Dies liege unter anderem an der Konkurrenz im Internet und den großen Ballungszentren. Dabei kann er selbst nicht klagen, sein Unternehmen verzeichne sogar eine kleine Steigerung. Richter verweist auf die Projekte von City-Manager Uwe Prenzel und Wia wie den Auerbacher Einkaufs-Gutschein und den "Shopping-Guide" (Einkaufs-Führer), der als nächstes in Angriff genommen werden soll. Hier sei man auf gutem Weg. Der Geschäftsmann, der für die CDU auch im Stadtrat sitzt, sieht jedoch durchaus ein großes Problem: Es fehle an Geldern für den ländlichen Raum, hier müsse der Bund etwas tun. Um zum Beispiel den kritisierten Weihnachtsmarkt "aufzupeppen", brauche man etwa 30.000 Euro: "Woher soll das Geld kommen?" Die Bundesregierung habe die ländlichen Regionen bisher "hängen lassen". Das müsse sich ändern: "Sonst sterben die kleinen Städte."

 
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