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Annett Zoglauer-Schmider und Thomas Kerschon mit dem Entwurf des Plakats, das zur Demonstration für die Berufsschule am Montag präsentiert werden soll. Auch aus dem Rathaus (im Hintergrund) wird die Kundgebung unterstützt, zu der eine Interessengemeinschaft aufruft. Weitere Aktionen sollen folgen.

Foto: David Rötzschke

Nächsten Montag demonstriert Falkenstein für die Berufsschule

Bürger machen mobil für die bedrohte Einrichtung, an der angehende Gastronomen und Friseure ausgebildet werden. Die gerade verlagerte Klasse der Restaurantfachleute soll nach Falkenstein zurückgeholt werden.

Von Bernd Appel
erschienen am 12.09.2017

Falkenstein. Unter dem Motto "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft im Vogtland klaut" findet am nächsten Montag, 18. September, eine Demonstration für den Erhalt der Falkensteiner Berufsschule statt. Dazu ruft eine neue Interessengemeinschaft auf, Initiatoren sind IHK-Ehrenpräsident Theo Kießling senior, Jägerhallen-Chefin Annett Zoglauer-Schmider, Friseurmeister Michael Lienemann sowie der Künstler und Galerist Thomas Kerschon.

Anlass der Kundgebung ist die kurzfristige Verlegung der Ausbildung der Hotel- und Restaurantfachleute von Falkenstein nach Schneeberg. Das sächsische Kultusministerium hatte eine Klassenbildung in Falkenstein verweigert, nachdem statt der geforderten 16 nur 14 Anmeldungen zustande gekommen waren, die sonst erteilte Sondergenehmigung war abgelehnt worden. Viele Falkensteiner sehen darin eine Vorentscheidung gegen ihren Berufsschulteil, der zu Plauen gehört.

"Als touristische Region haben wir im Vogtland einen besonderen Bedarf an der Gastronomie-Ausbildung", betont Theo Kießling, der für die FDP im Stadtrat sitzt. "Und ansonsten sind alle Klassen gut besucht." Die Stadt und der Städteverbund Göltzschtal machten sich seit Monaten stark für den Standort Falkenstein: "Wir haben gedacht, dass die Vernunft siegt."

Zum Aus für die Klasse der Restaurantfachleute habe man im Vorfeld keinerlei Information bekommen: "Das war schon mal Mist." Erst Mitte August sei die Entscheidung bekannt geworden, für die Betroffenen bedeute die Verlagerung einen "Riesen-Aufwand", und Falkenstein werde künftig eine weitere Ruine bekommen, wenn es so weitergehe. Kießling verwies darauf, dass es nachträglich weitere Anmeldungen für die Restaurantfachleute-Ausbildung ("früher waren das Kellner") gegeben hat. Schon deshalb müsse das Kultusministerium seine Entscheidung überdenken. Ein entsprechendes Schreiben ans Ministerium soll zur Demo verlesen werden, die Interessengemeinschaft will es auch an weitere sächsische Minister sowie an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) schicken.

Das Echo auf den Demo-Aufruf ist laut Kießling gut, zahlreiche Auszubildende und Lehrer hätten ihr Kommen zugesagt. Mit dabei sein wird auch Falkensteins Bürgermeister Marco Siegemund (CDU). Er hatte auf der Stadtrats-Sitzung im August das Landratsamt als Schulträger heftig kritisiert, weil dort die Entscheidung gegen die Kellner-Klasse schon seit 19. Juli bekannt war, jedoch niemand den Falkensteiner Bescheid sagte. Dadurch sei wertvolle Zeit verloren gegangen, in der man die fehlenden Auszubildenden vielleicht noch hätte finden können, so Siegemund. Wie es mit der sächsischen Berufsschul-Landschaft insgesamt weitergeht, darüber soll zwar erst im Oktober entschieden werden. Doch aus Siegemunds Sicht ist die verweigerte Klassenbildung "der Anfang vom Ende" für die Ausbildung in Falkenstein - so hatte er sich im Stadtrat geäußert.

Theo Kießling geht davon aus, dass sich das Landratsamt wegen des Kostendrucks kaum für die Falkensteiner Berufsschule engagiere. "Man will sparen - aber unsere Berufsschule ist dafür die falsche Stelle. Es geht um die Zukunft des ländlichen Raums", so Kießling.

Landrat Rolf Keil (CDU) hatte auf Bemühungen des Kreises für den Erhalt der Ausbildung verwiesen, so habe man schon im März in dieser Angelegenheit an die Sächsische Bildungsagentur geschrieben. Auf die Kritik aus Falkenstein reagierte der Landrat mit Unverständnis.

Die Demonstration für die Berufsschule Falkenstein beginnt am Montag, 18. September, 17 Uhr vor der Einrichtung in der Rosa-Luxemburg-Straße 30.

 
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