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Bergwerksdirektor Werner Albert (vorn) und sein Stellvertreter Bruno Jakusch reinigen die Steigerstube vom Quarzsand, der mit einem Feuerlöscher im gesamten Bergwerk versprüht wurde.

Foto: Franko Martin

Alaunwerk: Dicker Staub, dünne Beute

Am Wochenende brachen Unbekannte ins Bergwerk in Mühlwand ein. Doch der betriebene Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Diebesgut.

Von KRISTIN VARDI
erschienen am 09.01.2018

Mühlwand. In das Besucherbergwerk Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand ist eingebrochen worden. "Am Sonnabend haben wir hier noch Besucher durchgeführt. Da war alles in Ordnung ", erzählt Bergwerksdirektor Werner Albert. Doch bei einem Kontrollgang am Sonntagmittag bemerkte sein Kollege Bruno Jakusch, dass jemand eingebrochen war und das Bergwerk verwüstet hatte.

Allerdings war der Haupteingang unversehrt. "Die Einbrecher sind wohl über das Betonrohr unten am Parkplatz hineingekrochen. Dort, wo das Rohr in die Göltzsch geht", meint Bruno Jakusch. Das legen auch die Fußspuren nahe, welche die Polizei gesichert hat. "Demnach sind die Diebe durch den Entwässerungsstollen geflüchtet und durch Schlamm und Wasser gewatet", sagt Werner Albert. Womöglich um ihre Spuren zu verwischen, haben die Einbrecher einen der drei 40-Liter Trockenfeuerlöscher in der Steigerstube abgerissen und das feine Pulver im Rückwärtsgang hinter sich versprüht, sagt Bruno Jakusch. Spaziergänger haben den Feuerlöscher gestern in der Göltzsch gefunden.

Im Bergwerk ist es außerhalb der Besuchszeiten dunkel. Die Einbrecher müssen also mit Beleuchtung gekommen sein. Jedoch schienen sie nicht gewusst zu haben, dass es nichts zu holen gibt. Gold liegt hier, 18 Meter unter der Erde, jedenfalls keins. Vier LED-Lampen wurden gestohlen. "Das war reiner Vandalismus", vermutet Werner Albert. "Die Wertsachen, also das Bier und den Schnaps, haben sie dagelassen", sagt Bruno Jakusch. "Wer treibt denn so einen Aufwand, um ein paar LED-Lampen zu erbeuten?", wundern sich die beiden. Die Polizei beziffert den Diebstahlsschaden auf 300 und den Sachschaden auf 100 Euro.

Albert und Jakusch haben gestern begonnen, die Schäden zu beseitigen. Und sie werden noch ein paar Tage brauchen. Ein paar abgerissene Kabel müssen sie neu verlegen und neue LED-Birnen kaufen. Eine Menge Pulverstaub vom Feuerlöscher ist in den Stollen noch wegzufegen und von Tischen und Wänden zu wischen. "Bis Sonnabend zur nächsten Führung schaffen wir es auf jeden Fall", sind die beiden zuversichtlich.

Alaunwerk Führungen à 30 Minuten gibt es jeden Samstag und Sonntag, 13 bis 16 Uhr. Und zusätzlich nach Vereinbarung.

 
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