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Ob im Anzug oder im Kleid - die Jugendweihlinge machten in jedem Kleidungsstück eine gute Figur.

Foto: Franko MartinBild 1 / 2

Jugendliche machen großen Schritt in Welt der Erwachsenen

Im Reichenbacher Neuberinhaus fanden am Samstag die diesjährigen Jugendweihen statt. Junge Damen bewiesen Mut zur Farbe.

Von Petra Steps
erschienen am 16.04.2018

Reichenbach. In zwei Feierstunden haben am Sonnabend im Reichenbacher Neuberinhaus die Jugendweihlinge der Reichenbacher Region den ersten Schritt zum Erwachsenwerden vollzogen. Dabei kam es auch zu emotionalen Momenten, zum Beispiel als Jona Leistl, die die Namen der Jugendweihlinge verlas, bei Joshua "mein Bruder" anfügte und ihren jüngeren Bruder nach der Urkundenübegabe auf der Bühne umarmte.

Die diesjährigen Jugendweihlinge waren zur Musik des Titels "An Tagen wie diesen" der Toten Hosen einmarschiert. Genau wie der engagierte Musiker Campino singt, hatten die 14-Jährigen seit Wochen gespannt auf diesen Tag gewartet. Sie hatten sich, wie schon Generationen vor ihnen, schmuck gemacht oder von ihren Müttern schmuck machen lassen.

Die kurzen Schwarzen aus den Vorjahren waren vor allem dunkelblauen Kleidern in verschiedenen Längen gewichen. Einige Damen bewiesen Mut zur Farbe und lockerten das Bild bei der Übergabe der Urkunden mit kräftigen Farben oder bunten Drucken auf. Bei den Jungen dominierten dunkle Anzüge. Karierte Hemden oder Westen zu Stoffhosen waren eher die Ausnahme.

Die Festrede hielt bei beiden Durchgängen Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU). Er beschrieb die Jugendweihe als festlichen Schritt des Übergangs von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Fast schon bemüht klang sein historischer Rückblick auf Riten der Freidenker als Gegenstück zu christlichen Traditionen über die Anfänge der Jugendweihe und ihre Instrumentalisierung durch die DDR sowie die Fortführung nach der politischen Wende.

Dass etwas dran sein muss an diesem Brauch, beweisen die jährlichen Jugendweihefeiern. Alle im Saal haben sich bewusst zu dieser Art des förmlichen Abschieds von der der Kinderzeit und den ersten erwachsenen Augenblicken entschieden. Kürzinger formulierte Fragen und Schwerpunkte, vor denen die Jugendlichen in der kommenden Zeit stehen werden. "Was will ich im Leben erreichen? Woran orientiere ich mich? Was ist der Sinn meines Lebens?", sind nur einige Dinge bei der Suche nach der persönlichen Identität und den eigenen Platz in der Gesellschaft, die er nannte.

Der Oberbürgermeister versprach, Ideen und Vorschläge der Jugendlichen künftig mehr in Entscheidungen für die Stadt einzubeziehen. Dafür habe es im Februar ein Gespräch im Jugendklub "Lila Pause" gegeben, bei dem es unter anderem um die Gestaltung des Dathe-Hains gegangen sei. Er machte den Jugendlichen klar, dass immer die Älteren entscheiden werden, wenn sie sich nicht selbst einbringen. "Schreibt E-Mails an die Stadtverwaltung. Die Alten tun das auch", ermunterte er die Jugendweihlinge, ihre Möglichkeiten wahrzunehmen.

Gleichzeitig forderte er die Jugendweihlinge auf, ihre Wurzeln nicht vergessen, wenn sie zu Ausbildung und Studium in die Welt hinausziehen. Der OB und Tim-Patrick Lange vom Verein für Sächsische Jugendarbeit und Jugendweihe übergaben die Urkunden und Bücher an die Jugendweihlinge, die ihren besonderen Tag im Anschluss an die Veranstaltung mit ihren Familien und Freunden feierten.

Fotoproblem:Leider war es dem Veranstalter nicht möglich, einen Fototermin für die Jugendweihlinge des zweiten Durchgangs zu organisieren. Deshalb kann die "Freie Presse" hier nur die Jugendlichen des ersten Durchgangs zeigen.

 
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