Zum Jubiläum gibt's Nugattorte und eine angeregte Diskussion

Brigitte und Friedrich Flämig gehören zusammen seit 130 Jahren zur CDU. Sie durften sich vor wenigen Tagen über den Besuch des Kreisvorsitzenden freuen.

Waldenburg.

Der Blick in die "Freie Presse" gehört jeden Vormittag zur Pflichtlektüre. Zudem dürfen die Heute-Nachrichten des ZDF ab 19 Uhr und MDR-Aktuell ab 19.30 Uhr nicht verpasst werden. Brigitte und Friedrich Flämig aus Waldenburg wollen wissen, was passiert - vor der eigenen Haustür und in der weiten Welt. Sie können als CDU-Urgesteine in der Töpferstadt bezeichnet werden.

Friedrich Flämig ist vor 66 Jahren in die Partei eingetreten. Er wurde damals von seinem Cousin für die Mitarbeit begeistert. Brigitte Flämig unterschrieb den Aufnahmeantrag vor 64 Jahren. Damit kommt das Ehepaar zusammen auf 130 Jahre Parteizugehörigkeit. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums haben vor wenigen Tagen der CDU-Kreisvorsitzende Marco Wanderwitz und die CDU-Landtagsabgeordnete Ines Springer gratuliert. Sie brachten unter anderem eine kleine Nugattorte mit.

Der Besuch der Berufspolitiker wurde für eine lebhafte und interessante Diskussion genutzt. Sie drehte sich zum Beispiel um die Quereinsteiger in der Bildungspolitik. Das Ehepaar Flämig hat früher selbst als Lehrer in Waldenburger Schulen gearbeitet. "Ich halte nichts von den Quereinsteigern", sagte Friedrich Flämig, der in Oberlungwitz geboren wurde. Brigitte Flämig ergänzte: "Auch das beste Wissen bringt nichts, wenn man es im Unterricht dann nicht vermitteln kann."

Stolz sind die jeweils 86 Jahre alten CDU-Jubilare auf die Entwicklung von Waldenburg. Friedrich Flämig war zwischen 1990 und 1992 als Bürgermeister für die Stadt verantwortlich. Später saß er noch für zwei Legislaturperioden im Stadtrat.

Er findet auch lobende Worte für die Arbeit von Bürgermeister Bernd Pohlers (Freie Wähler). "Vor allem das Eurogymnasium ist für unsere Stadt von großer Bedeutung. Dadurch ist eine Durchgängigkeit vom Kindergarten bis zum Abitur gegeben", sagt Friedrich Flämig, der sich auch über die Heimatverbundenheit der Enkel freut. Sie sind - trotz guter Jobangebote - in Westsachsen geblieben.

Nachdenklich stimmen ihn dagegen vor allem der Rechtsruck in Europa und die Krisenherde in der ganzen Welt. Wanderwitz: "Die ältere Generation, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt hat, sieht manche Dinge sehr klar". Die Begeisterung für die Politik konnten die Flämigs auch ihrem Sohn vermitteln. Christoph Flämig war von 1990 bis 2015 Bürgermeister von Bad Elster - allerdings für die Freien Wähler.

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