Kleine Kirchgemeinde startet das nächste große Projekt

Circa 34.000 Euro stehen für die Sanierung der Orgel in Heyersdorf zur Verfügung. Das Instrument ist bereits in Einzelteile zerlegt.

Heyersdorf.

Die Sanierung der Orgel in der Dorfkirche in Heyersdorf hat begonnen. Das Instrument ist momentan in seine Einzelteile zerlegt. 642 Pfeifen müssen gereinigt und ausgebessert werden. "Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober zum Abschluss gebracht werden", sagt Orgelbauer Andreas Reinhold aus Bernsdorf. Der 60-Jährige hat sich in der Vergangenheit schon in Ruppertsgrün und Rudelswalde um die "Königin der Instrumente" gekümmert. Nun widmet er sich der 1858 von Christoph Opitz erbauten Orgel im Dorf an der Landesgrenze von Thüringen und Sachsen. "Ich kenne die Orgel schon fast 30 Jahre. Es ist für mich ein Wunder, dass in so einem kleinen Ort trotz der demografischen Entwicklung erst die Kirche und nun auch noch die Orgel saniert werden kann", sagt Andreas Reinhold. Die Arbeiten, die zwischen 2007 und 2014 an dem Gotteshaus durchgeführt worden sind, haben rund 400.000 Euro gekostet.

Für die Sanierung der Orgel werden noch einmal 34.000 Euro benötigt. Gestern Vormittag wurden 3000 Euro vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und 3000 Euro von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen übergeben. Zuvor konnten bereits verschiedene Fördertöpfe von Stiftungen und Landeskirche angezapft werden. Zudem hat die Kirchgemeinde mit eigenen Aktionen rund 17.000 Euro an Spenden gesammelt und zur Verfügung gestellt. "Das ist eine Riesen-Leistung. Hier steht das ganze Dorf dahinter", freut sich Ingrid Koch vom Kirchen- vorstand. Heyersdorf hat 130 Einwohner. Rund ein Drittel davon sind Christen.

Die Pfarrstelle für die evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden Luther, Frankenhausen und Grünberg-Heyersdorf ist seit zwei Jahren vakant. Deshalb hat vorübergehend mit Ferry Suarez der Pfarrer der St.-Laurentius-Kirche in Crimmitschau die Verantwortung übernommen. Er freut sich über die Entwicklung in der Dorfkirche in Heyersdorf: "Die Investitionen sind nur mit großem Herz und riesigem Engagement möglich. Ingrid Koch ist der Motor in einem starken Team." Die Projekte wurden vor allem von Leuten auf ehrenamtlicher Basis angeschoben. Der Pfarrer musste viele Anträge nur unterschreiben.

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