Silbermannorgel wird von Schimmel befreit

Fraureuth. In der Kirche von Fraureuth ist mit der Demontage der Silbermannorgel begonnen worden. Das 275 Jahre alte Instrument wird in den kommenden Wochen restauriert. Die Orgel war eine der letzten, die Gottfried Silbermann vor seinem Tod baute und ist eine der wenigen, die der Meister außerhalb von Sachsen schuf. Fraureuth gehörte damals zu Thüringen, kirchlich noch immer zum benachbarten Freistaat. Mit den Arbeiten beauftragt wurde eine Firma aus Moritzburg. Das Unternehmen hat von den noch erhalten gebliebenen 39 Silbermannorgeln bereits 9 restauriert.

Unmittelbar nach der Demontage des königlichen Instrumentes beginnen in der 1733 errichteten Kirche umfangreiche Bauarbeiten. Dazu gehören unter anderem die Modernisierung des Heizung und der Einbau eines computergesteuerten Belüftungssystem. Damit soll die Luftfeuchtigkeit in der Kirche reduziert und das Raumklima verbessert werden. Die derzeit in dem Gotteshaus vorhandene hohe Luftfeuchtigkeit hat an der Orgel für die Bildung von Schimmel gesorgt. Das Instrument besitzt 1134 Pfeifen, bestehend aus Tannenholz und  Zinn. Die Tasten sind aus schwarzen Eibenholz und aus Elfenbein. 1934 wurden einer der  beiden Bälge stillgelegt und durch ein elektrisches Gebläse ersetzt. Bei der anstehenden Restaurierung soll der Originalzustand des Instrumentes wieder hergestellt werden. Ziel ist es, bis Herbst kommenden Jahres die Arbeiten komplett abzuschließen. (umü)

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