Gedichte von Andreas Reimann

Andreas Reimann, am 11. November 1946 in Leipzig als Enkel des vielseitigen, witzigen Dichters Hans Reimann geboren, war von ganz anderem Format als sein Vorfahr. Er geriet, wie das einigen Poeten passierte, mit der Macht und den Mächtigen in der DDR in Konflikt, aber er schrieb über solche Zeiten und seine Lebensumstände Gedichte. Und nach etlichen anderen Bänden ist nun eine Auswahl - getroffen von Axel Helbig, dem Mitherausgeber und Redakteur der Zeitschrift Ostragehege - im Poesiealbum Nummer 336 erschienen. Gedichte über das Dichten und Dichter, über Markkleeberg und Nacktschnecken, auch über Hanns Eisler. Da heißt es denn: "Was sagt die stadt zu dem verlornen sohn:/"Ein komponist? Bedaure!: Ha'm wir schon!".

Da ist er bald schon wieder auf ganz eigenwillige Art bei seinem Vorfahren gelandet. Und der Kritiker Peter Geist meint, "der dialektische Sprachwitz Brechts scheint durch". Übrigens, die Grafik des Bandes stammt auch aus der Feder von Andreas Reimann, und wie es sich damals gehörte: Die Stasi kassierte sie für ihre Akten. (kw)

"Poesiealbum 336: Andreas Reimann"

Märkischer Verlag Wilhelmshorst

34 Gedichte

5 Euro

ISBN 978-3-943-708-36-3

Dieser Beitrag erschien in der Wochenend-Beilage der Freien Presse.

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