Ehre für Bücher zu Uthmann und Kammweg

Literaturpreis geht an zwei Bücher aus dem Chemnitzer Verlag

Chemnitz.

Die Ehre kommt gewissermaßen von ganz oben, vom Kamm des Erzgebirges: Vier Bücher wurden am Samstag im Schloss Schlettau mit dem vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen ausgelobten, mit insgesamt 3000 Euro dotierten Kammweg-Literaturpreis ausgezeichnet.

Freuen konnten sich die in Schlema geborene Saskia Fischer - ihr Roman "Ostergewitter" über traumatische Kindheitserlebnisse wurde als bestes belletristisches Werk geehrt. Den Preis für den besten Stadt- und Landschaftsführer dürfen sich der Dresdener Autor Jan Kübler für "Erzgebirge - Waldesrausch und Silberglanz" sowie Frank und Eva-Maria Hommel (geborene Simon) für ihr Buch "Den Wolken ganz nah - Unterwegs auf dem neuen Kammweg Erzgebirge-Vogtland" teilen.

Eine halbe Million Schritte

Letzteres Buch, im Chemnitzer Verlag erschienen, lobte der Liedermacher Olaf Stelmecke: "Fast eine halbe Million Schritte ist Frank Hommel auf dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland gelaufen, und nicht der Weg war sein Ziel und auch nicht der Ort Blankenstein, den er nach 290 Kilometern erreichte, sondern das Ziel des Frank Hommel und seiner Co-Autorin Eva-Maria Simon waren 223 Seiten unterhaltsame und anregende Literatur über Sehenswertes und Außergewöhnliches am Rande des Weges zwischen Osterzgebirge und Thüringen, Literatur über Menschen die am Kammweg oder vom Kammweg leben. Der Klappentext verspricht einen Wander-Verführer, das Versprechen wurde gehalten und viel mehr noch: Das Buch ist auch ein Lese-Verführer."

Den Preis für das beste Sachbuch schließlich erhielt die ebenfalls im Chemnitzer Verlag erschienene Biografie der Barbara Uthmann von Bernd Lahl. Die Schriftstellerin Regina Röhner war begeistert: "Legenden wird nachgegangen, sie werden aufgehoben", wie die von der "Erfindung des Klöppelns"; "überzeugend auch die Ausstattung und Gestaltung des Bandes. Reproduktionen historischer Dokumente, Gemälde und aktuelle Fotos erleichtern das Verständnis und machen Lust, den Spuren der Barbara Uthmann in Annaberg und dem Erzgebirge nachzuspüren", so die Schriftstellerin.

Weitere Empfehlungen

Die Juroren, neben Röhner und Stelmecke waren es Monika Hähnel aus Reinsdorf, Undine Materni aus Dresden und Ralph Grüneberger aus Leipzig, hatten aus 24 eingesandten Büchern zu wählen. Grüneberger empfahl auch die Titel von Cristina Zehrfeld "Die Metropole Oelsnitz", von Helga und Heinz Kaden "Der Grenzgänger", beide ebenfalls aus dem Chemnitzer Verlag, von Ellen Thiemann "Wo sind die Toten von Hoheneck?", von Susanne Neuffler "Schnee von Teheran oder vom Verlassen des Geländes" und von Anne Hahn "Drei Tagebuch" zur Lektüre.

Frank Hommel, Eva-Maria Simon:"Den Wolken ganz nah". Chemnitzer Verlag. ISBN: 978-3-937025- 87-2. Preis: 14,80 Euro.

Bernd Lahl: "Barbara Uthmann". Chemnitzer Verlag. ISBN: 978-3-944509-10-5. Preis: 19,95 Euro.

 

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