Baseballer vor Saisonhöhepunkt

Die Cyndicates haben gerade ihre Premierensaison im Punktspielbetrieb gemeistert. Nun organisieren sie ein Turnier - auf eher ungewöhnlichem Terrain.

Es ist eine ziemlich rasante Entwicklung, die die Chemnitzer Baseball-Sportler genommen haben. Noch bis vor einem anderthalben Jahr gab es für die Fans der vor allem in Asien und den USA beliebten Sportart in Chemnitz keinen Anlaufpunkt. Dann, im Mai 2015, gründete sich der Verein, der sich heute Cyndicates nennt - angelehnt an Syndikat, um Zusammenhalt zum Ausdruck zu bringen. Und in dieser Saison nahm das Team das erste Mal am Punktspielbetrieb teil.

In der mitteldeutschen Baseball-Liga, der untersten Spielklasse, wurden die Chemnitzer hinter Mannschaften aus unter anderem Erfurt, Jena und Leipzig zwar nur Tabellenletzter. Spielertrainer Ronny Möckel ist dennoch zufrieden. "Wir hatten uns einen Saisonsieg vorgenommen, am Ende wurden es sechs. Das war ziemlich gut." Vor allem zuhause habe man überzeugen und nahezu die Hälfte aller Partien gewinnen können, so Möckel.

Momentan gehen 25 Spieler der Sportart nach. "Die erste Mannschaft steht damit. Aber wir suchen weitere Akteure - vor allem auch Frauen", sagt der Spielertrainer. Eine Nachwuchsabteilung fehle ebenfalls noch. "Wir überlegen aber, an Schulen zu gehen und Baseball vorzustellen."

Beim Baseball bringt der Werfer den Ball ins Spiel, den die Angreifer mit einem Schläger treffen müssen. Ist das geschehen, können sie durch das Ablaufen von vier Laufmalen (Bases) Punkte erzielen. Die Verteidiger versuchen dies zu verhindern, indem sie den Ball vorher zum Laufmal werfen. Gespielt wird in der Regel auf einem Feld, das bis zu 120 Meter lang ist. Das stellt für die Cyndicates ein Problem dar. Sie trainieren und spielen auf einem Platz an der Straße Usti nad Labem, wo auch die American Footballer namens Kreuzritter zu Hause sind. Das funktioniere zwar, sagt Möckel. Um optimale Bedingungen zu schaffen, müsste man aber eigentlich das Abschlagsmal verlegen. "Das ist aber schwierig, weil auf dem Platz auch Fußball gespielt wird."

In den nächsten Wochen spielt das ohnehin keine Rolle. Die Baseballer sind vom Freifeld in die Halle gewechselt. Parkett oder Linoleum statt Asche und Rasen heißt es nun. "Der Ball, den wir in der Halle verwenden, ist leichter und das Spiel ist schneller", erklärt Möckel. Außerdem würden andere Regeln gelten. Wer sich von Hallen-Baseball ein Bild machen möchten, kann das am 4. Dezember in der Sporthalle des Blindenzentrums Flemmingstraße. Dann laden die Syndicates erstmals zu einem Turnier. "Wir haben schon Zusagen aus Berlin, Leipzig und Bayern", so Möckel.

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