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Dennis Grote - CFC-Profi

Foto: imago sportfotodienst

Bei den Himmelblauen läuft es noch nicht rund

Stark angefangen und genauso stark nach- gelassen: Der CFC hat den letzten Test 0:2 verloren. Die beste Szene gab es vor der Partie.

Von Mario Schmidt
erschienen am 17.07.2017

Laufkundschaft aus dem Nachbarland war dieser Gegner ganz sicher nicht. Dukla Prag spielt in der ersten tschechischen Liga und erreichte dort in der vergangenen Saison Rang sieben. Aus welchem fußballerischen Holz die Hauptstadt-Kicker geschnitzt sind, zeigten sie gestern Nachmittag im Stadion an der Gellertstraße, wo sie Gastgeber Chemnitzer FC eine misslungene Generalprobe für die neue Drittliga-Serie bescherten. 2:0 (1:0) hieß es am Ende für die Tschechen, was nicht nur an ihrer Stärke lag. Bei den Himmelblauen um Cheftrainer Horst Steffen läuft es noch nicht rund.

Die Frage nach den Trainingsschwerpunkten in dieser Woche wollte Steffen nach dem Abpfiff nicht beantworten. "Erst einmal müssen wir das heutige Spiel gründlich analysieren", sagte der 48-Jährige. Einer seiner Führungsspieler war bei diesem Thema schon gesprächiger. "Im Grunde müssen wir alles verbessern, das Spiel mit und gegen den Ball. Uns sind heute vor allem im Spielaufbau zu viele Fehler unterlaufen", sagte Dennis Grote.

Dabei hatten er und seine Teamgefährten vor der starken Kulisse von 2400 Zuschauern in der Community4you-Arena losgelegt, als gebe es kein Morgen mehr. Nach sehenswerten Kombinationen kam erst Florian Hansch aus kurzer Distanz zu einer großen Chance, scheiterte mit seinem Flugkopfball (Haltungsnote: 6,0) jedoch am Prager Schlussmann Filip Rada (15.). Nur drei Minuten später hatte Dennis Grote die Führung auf dem Fuß, traf aber nur das Außennetz. Doch genauso stark, wie sie angefangen hatten, ließen die Himmel- blauen im weiteren Verlauf nach. "Die Prager haben einen sehr guten Ball gespielt. Und wir haben gesehen, wie es ist, wenn man im Mittelfeld keinen Zugriff mehr bekommt und in einigen Situationen zu spät dran ist", resümierte Grote.

Der mit seinen fast 31 Jahren älteste Profi im CFC-Kader war jedoch weit davon entfernt, die Saisonvorbereitung der Chemnitzer schlecht zu reden. "Die Mannschaft ist gut zusammengestellt. Das funktioniert schon, auch zwischenmenschlich. Ich bin zuversichtlich", sagte der gebürtige Kaiserslauterer. Zurecht wies er daraufhin, dass der CFC im gestrigen Test genügend Möglichkeiten hatte, um zwei, drei Tore zu erzielen. Nach den beiden Dukla-Treffern in der 45. und 57. Minute meldeten sich die Hausherren mit einigen verheißungsvollen Angriffszügen zurück. Die dickste Chance vergab Miroslav Slavov, dessen Foulstrafstoß von Keeper Rada entschärft wurde (83.).

Die beste Szene des Tages hatte es bereits vor der Partie gegeben. Als die ersten Spieler des CFC zum Aufwärmen auf den Rasen liefen, brandete Beifall auf, als hätten die Himmelblauen vor wenigen Tagen die Drittliga-Meisterschaft gewonnen - oder Bayern München aus dem DFB-Pokal geworfen: Keine Spur mehr von Enttäuschung über die insgesamt verkorkste letzte Saison. Selbst wenn sich ein CFC-Kicker nur die Schuhe zugebunden hätte, wäre er dafür wahrscheinlich mit Applaus bedacht worden. In Krisenzeiten enger zusammenrücken, lautet das Motto in Fußball-Chemnitz.

Autogrammstunde Zwei Profis des CFC sind morgen bei einem Hauptsponsor zu Gast. Stürmer Daniel Frahn und Torhüter Kevin Kunz werden in der Sparkassenfiliale an der Hainstraße 112 Autogramme geben. Beginn ist um 17.30 Uhr.

 
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