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CFC-Offensivmann Leon Gümpel (vorn) behauptet den Ball vor RB-Spieler Lucas Schmidt. Gümpel hatte zwei große Chancen für den CFC-Nachwuchs, der sich ein Remis erkämpfte.

Foto: Andreas Seidel

CFC-Junioren erkämpfen Remis gegen RB Leipzig

Dem Chemnitzer Nachwuchs ist gegen den haushohen Favoriten eine Überraschung gelungen. Und selbst damit war der Trainer nicht ganz zufrieden.

Von Benjamin Lummer
erschienen am 06.11.2017

Vom Aufeinandertreffen zweier Fußball-Welten hatte der Chemnitzer U19-Trainer Kay-Uwe Jendrossek vor der Partie des CFC-Nachwuchses gegen die Talente von RB Leipzig gesprochen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 100 Mitarbeiter kümmern sich im Leipziger Nachwuchsleistungszentrum um die jungen Kicker, darunter vier Sportpsychologen; in Chemnitz sind es zehn Mitarbeiter. 25 Talente, die am Stützpunkt von RB trainieren, sind oder wurden zuletzt für Nachwuchs-Nationalmannschaften nominiert. Das schaffte nur ein CFC-Spieler. Und auch in der Tabelle trennten die beiden Teams vor dem Aufeinandertreffen am Samstag Welten: Der Aufsteiger aus Chemnitz lag auf dem letzten Rang der A-Junioren-Bundesliga, RB Leipzig gehört zur Spitzengruppe.

Auf dem Platz sorgten die Chemnitzer allerdings für eine Überraschung. Von einem Klassenunterschied war über weite Strecken der Partie nicht viel zu sehen. Die Leipziger waren zwar technisch und körperlich überlegen, konnten sich aber selten klare Torchancen erarbeiten. Nach 90 umkämpften Minuten stand ein 0:0 zu Buche. Ein Unentschieden, das die Gastgeber unter dem Beifall der Zuschauer bejubelten und das die Gäste aus der Messestadt mit hängenden Köpfen aufnahmen.

Nach der 1:6-Niederlage vor einer Woche in Wolfsburg seien er und seine Mitspieler besonders motiviert gewesen, sagte CFC-Offensivmann Leon Gümpel. "Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir in diese Liga gehören." Mit dem Unentschieden sei er zufrieden, meinte der 18-Jährige. Gleichwohl sei mehr drin gewesen, ergänzte er. Für einen Heimsieg der Himmelblauen hätte Gümpel selbst sorgen können. Kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause hatte er jeweils eine Torchance. Nach dem Seitenwechsel tauchte er frei vor dem Tor von RB auf, schoss aber vorbei. "Ich war überrascht, dass der Ball bis zu mir durchkam", schilderte er die Aktion. Später wurde er entkräftet ausgewechselt. Andere Chemnitzer hatten mit Krämpfen zu kämpfen. "Die Leipziger haben uns ganz schön laufen lassen. Aber wir waren immer hellwach und bissig in den Zweikämpfen", so Gümpel.

Genau das war aus Sicht seines Trainers das Erfolgsrezept. "Individuell war jeder Leipziger Spieler besser als sein Gegenüber", so Jendrossek. Seine Mannschaft habe nur bestehen können, weil sie sehr viel gelaufen und ständig mit zwei Akteuren den ballführenden Spieler des Gegners attackiert habe. "Das war eine geschlossene Teamleistung. Und wenn man feststellt, dass man gegen RB sogar hätte gewinnen können, dann sollte man zufrieden sein", resümierte Jendrossek.

Einen kleinen Kritikpunkt hatte der Coach dennoch. "Noch emotionaler" sollten einige seiner Kicker auftreten, forderte der 46-Jährige. Die Entwicklung der richtigen Mentalität sei ein wichtiger Baustein der täglichen Arbeit mit den Talenten, erklärte Jendrossek. Seine Spieler seien "tolle Jungs", die häufig aber noch zu zurückhaltend agierten. "Sie müssen über 90 Minuten richtig aus sich herausgehen. Danach können sie wieder der beste Schwiegersohn sein", sagte Jendrossek. Ihnen das zu vermitteln, sei aber schwer, räumte der Trainer ein.

Das Remis gegen RB war der erste Punktgewinn der CFC-Kicker gegen eine Mannschaft aus der Spitzengruppe der Bundesliga. Die Himmelblauen rückten in der Tabelle auf den vorletzten Rang vor, haben aber vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die spielfreie kommende Woche nutze man für Anschauungsunterricht, kündigte Jendrossek an. "Wir besuchen geschlossen das Spiel der U20." Die deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaft spielt am Donnerstag in der in der Community-for-you-Arena gegen Italien. Gut eine Woche später sind die CFC-Talente beim Nachwuchs von St. Pauli gefordert. Der Leiter des CFC-Nachwuchsleistungszentrums ist guter Dinge. "Da Spiel gegen RB sollte den Jungs Selbstvertrauen geben", meinte Heiko Nowak.

 
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