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CFC-Spieler Alexander Dartsch nutzt die freie Zeit während des Trainingslagers im spanischen Salou, um sich unter anderem mit den "Grundlagen der englischen Wirtschaftssprache" zu beschäftigen.

Foto: Kerstin Kummer

Deshalb paukt ein CFC-Kicker in Spanien Englisch

Die Chemnitzer Profis haben ihr Trainingslager gestern bei ungemütlicher Witterung fortgesetzt. Für einen Kicker geht es in dieser Woche aber längst nicht nur um Fußball.

Von Knut Berger
erschienen am 12.01.2018

Ein straffer Wind wehte gestern über das Gelände des Complex Esportiu Futbol Salou, auf dem der Chemnitzer FC derzeit sein Trainingslager absolviert. Die steife Brise an der spanischen Mittelmeerküste brachte in der Kleinstadt die Palmen gehörig ins Wanken und so manchen unbefestigten Gegenstand ins Kippen. Die Temperaturen waren kaum höher als in Chemnitz: Elf Grad zeigte die Quecksilbersäule am Mittag, gefühlt war es kälter.

Gefroren haben die himmelblauen Profis allerdings nicht: Auf einem der insgesamt acht Plätze des neu erbauten und gut gepflegten Fußball-Areals ging es ordentlich zur Sache. Der neue Cheftrainer David Bergner gab dort lautstark Anweisungen und korrigierte seine Schützlinge, wenn die Übungen nicht nach seinem Geschmack ausgeführt wurden.

An der straffen Trainingseinheit konnten sich nicht alle Spieler beteiligen. Abseits vom Geschehen trabte Jannik Bachmann gemeinsam mit Physiotherapeut Sebastian Lange längere Zeit im lockeren Lauf um das grüne Karree. Der Kicker hatte sich bereits am Montag beim Training eine Zerrung zugezogen und verzichtete deshalb vorbeugend auf das Mannschaftstraining. Ganz im Hotel blieb Björn Kluft. Grund dafür war nicht etwa, dass der gebürtige Wuppertaler gestern seinen 28. Geburtstag feierte. Vielmehr plagte sich der Offensivmann mit Kniebeschwerden herum. Alle anderen Profis des Kaders nahmen am Training, das nach der Mittagspause auf dem Platz fortgesetzt wurde, teil - darunter Alexander Dartsch.

Der Blondschopf hat schwere Monate hinter sich. Von Ex-Trainer Horst Steffen erhielt er während der Hinrunde keine einzige Einsatzchance in einem Pflichtspiel. Jetzt ist der 23-Jährige gespannt, welche sportlichen Perspektiven sich für ihn unter dem neuen Chefcoach ergeben. Bergner hatte schließlich betont, dass die Karten völlig neu gemischt werden. "Ich gebe auf jeden Fall in jeder Einheit Vollgas und werde sehen, was dabei herauskommt", sagte Dartsch gestern. Beim Test gegen den Nord-Regionalligisten 1. FC Germania Egerstorf-Langreder (1:1) durfte sich der gebürtige Rochlitzer immerhin 45 Minuten lang zeigen, wurde dabei auf der Außenverteidiger-Position eingesetzt. "Ich habe in den vergangenen Jahren vor allem offensiv auf der Außenbahn gespielt. Aber die Abwehrposition ist für mich nichts Neues. In der Nachwuchs- abteilung des CFC war ich früher zum Beispiel Innenverteidiger", berichtete Dartsch, dessen Vertrag bei den Himmelblauen im Juni 2018 ausläuft.

Der 23-Jährige findet es gut, dass sich der Verein für ein Trainingslager im Süden entschieden hat. "Mir macht es in Spanien Spaß, die Bedingungen sind gut. Wir haben hier auch die notwendige Ruhe, um konzentriert trainieren zu können", betonte Dartsch. In Salou hat er gemeinsam mit Tom Scheffel, Danny Breitfelder und Jannik Bachmann einen Bungalow bezogen. Viel Zeit, mit den Kollegen nach dem Tagesprogramm ein Schwätzchen abzuhalten, nimmt sich Dartsch allerdings nicht. Zu seinem Gepäck gehören Fachliteratur sowie diverse Aufzeichnungen, mit denen er sich in der Freizeit intensiv beschäftige. Denn parallel zu seiner Laufbahn als Fußballer widmet sich der 1,85-Meter-Mann in Chemnitz einem Studium der Wirtschafts- wissenschaften. Gegenwärtig ist der Himmelblaue im dritten Semester. Im Trainingslager paukt Dartsch insbesondere Mathematik und Englisch, weil Ende Januar und Anfang Februar in diesen Fächern Prüfungen anstehen. "Ich mache mir an der Uni zwar keinen Stress, will aber das Studium so schnell wie möglich durchziehen", sagte Dartsch.

Durchziehen wird der CFC sein Programm in Spanien noch bis zum Sonntag. Am späten Nach- mittag geht es für den Drittligisten dann nach Hause. Und auch wenn das Mittelmeer ab kommender Woche wieder in weiter Ferne liegt, wird dem Tabellenvorletzten im Tagesgeschäft der Dritten Liga weiterhin ein straffer Wind ent- gegen wehen.

 
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