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Nach vier Stunden erreichte Joachim Eilers das Ziel auf dem Fichtelberg - und hatte schon ein Lächeln für den Fotografen übrig.

Foto: Frank Uhlich Bild 1 / 2

Radmarathon als Premiere für einen Weltmeister

Bahnspezialist Joachim Eilers hat sich gestern an der Tour des Stadtsportbundes von Chemnitz zum Fichtelberg beteiligt - und vor anderen Startern den Hut gezogen.

Von Mario Schmidt
erschienen am 19.06.2017

Am gestrigen Morgen kurz vor 9 Uhr machte auch er sich auf dem Wall in der Chemnitzer Innenstadt startklar. Was ihn in den nächsten Stunden erwarten sollte, hatte Joachim Eilers im Vorfeld als "verrückte Sache" bezeichnet. "Das ist ein ganz anderes Metier. Ich bin noch nie mit dem Rad auf den Fichtelberg gefahren", sagte der 27-Jährige. Warum auch. Schließlich ist er Bahnspezialist und kein Ausdauersportler.

Doch es habe ihn gereizt, einmal am Fichtelberg-Radmarathon des Stadtsportbundes teilzunehmen. "Ich verfolge diese Veranstaltung, die sehr interessant ist und immer mehr Teilnehmer angelockt hat, schon einige Jahre", so der Bahn- rad-Weltmeister. Es mache Spaß, in der Masse mitzuradeln und mit anderen Startern zu quatschen. Und außerdem stehe im Sommer Grundlagentraining auf dem Programm. "Da ist so eine Strecke von Chemnitz zum Fichtelberg durchaus angemessen", erklärte Eilers, dessen Jahreshöhepunkt die Europameisterschaften Mitte Oktober im Berliner Velodrom sein werden.

Bevor er sich gestern aufs Rad schwang, schickte er die erste Fahrergruppe auf die Strecke. Gestartet wurde in 50er-Gruppen, die sich im Abstand von jeweils zwei Minuten in Bewegung setzten. Es ging zur Annaberger Straße, auf der nach Altchemnitz gefahren wurde. Über Erfenschlag und Einsiedel verließen die Hobbysportler bei optimalem Radler-Wetter das Stadtgebiet. Die ersten von ihnen konnten bereits kurz vor 12 Uhr auf dem Fichtelberg in Empfang genommen werden. Und Sportfreund Joachim Eilers? "Ich war nach vier Stunden oben. Aber es ging ja nicht um die Zeit. Ich habe zum Beispiel aus Spaß in Zwönitz angehalten und Essen verteilt", erzählte der gebürtige Kölner gestern Nachmittag.

Er sei sein Tempo gefahren. "Hinten raus wurde es echt sportlich mit dem steilen Anstieg in Tellerhäuser", sagte Eilers. Entsprechend ziehe er den Hut vor der Leistung der vielen Freizeitsportler, die den anspruchsvollen Kurs meisterten. "Es gab Teilnehmer, die schon ein bisschen älter waren und denen man ansah, dass sie nicht regel- mäßig fahren", so der Bahnrad-Weltmeister. Zum Teil sei auch die Ausrüstung nicht gerade optimal gewesen. "Große Hochachtung, dass es all diejenigen auch bis zum Fichtelberg geschafft haben", betonte er.

Er vermied es, auf dem Rad nach Chemnitz zurückzufahren, sondern ließ sich chauffieren. "Die vier Stunden bergauf haben gereicht. Ich will ja nicht zum Ausdauersportler werden, sondern Bahnsprinter bleiben", bemerkte Eilers.

 
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