MC Oelsnitz erlebt Auferstehung

In der vogtländischen Motorsporthochburg soll mit einem neuen Verein an alte Glanzzeiten angeknüpft werden. Das Gründer-Trio rennt dabei jede Menge offene Türen ein.

Oelsnitz/Plauen.

Drei Motorsport-Enthusiasten aus der Region wollen einen traditionsreichen Oelsnitzer Verein wiedergründen. Der hieß einst MC Oelsnitz und war bis zur Wende eine Art Sammelbecken für Motorsportler aller Art im oberen Vogtland unter dem Dach des Allgemeinen Deutschen Motorsportverbandes der DDR. Ihn wiederzubeleben, dafür haben sich Andreas Kompa aus Plauen, Denny Rahmig aus Bad Elster und Marcel Ranacher aus Oelsnitz den Hut aufgesetzt. Sie wollen gleichberechtigte Vorsitzende des neuen Clubs werden. Die Idee kam ihnen beim gemeinsamen Bier. "Der Verein soll allen interessierten Motorsportlern der Region einen Heimat bieten", sagt Andreas Kompa. Der stammt aus der Enduro-Szene, fuhr bereits bei Läufen zur Deutschen Meisterschaft mit und will sich für eine geplante Enduro-Sparte den Hut aufsetzen.

Als Obmann für die Straßenrennsportler ist Denny Rahmig vorgesehen, der das Vogtland seit Jahren auf Europas Rennstrecken vertritt. "Ich kenne viele interessierte Hobbyfahrer, die mal in diesen Rennzirkus reinschnuppern wollen", sagt Rahmig. "Das werden wir dann in unserem Verein auch möglich machen." Für den Trialsport als dritten Eckpfeiler zeichnet Marcel Ranacher verantwortlich. In seiner Zweiradwerkstatt im Oelsnitzer Industriegebiet soll der dann MSC Oelsnitz heißende Verein seine Heimat finden. Nicht nur, weil der neue Trial-Parcours direkt vor der Tür liegt. "Ich habe noch ein Büro übrig, das für die Trial-Meisterschaft im Herbst hergerichtet worden war und sonst nicht genutzt wird. Das stelle ich gerne zur Verfügung. Da haben wir dann auch gleich eine Postadresse", so Ranacher.

"Die Voraussetzung ist natürlich, dass wir auf der Gründungsversammlung auch gewählt werden", sagt er lachend. Die ist für den 2.März geplant und soll in seinem Werkstattgebäude stattfinden. Im Vorfeld haben die drei Motorsportler schon mal das Interesse in der Szene ausgelotet und waren positiv überrascht: "Mit der Resonanz von 25 Leuten auf unseren Aufruf waren wir sehr zufrieden. Die Hälfte davon hat gleich einen Aufnahmeantrag ausgefüllt", so Ranacher. Auch beim Kreissportbund rannten die drei Gründer offene Türen ein. "Man hat uns dort sehr geholfen. Besonders Geschäftsführerin Gabi Weidhase hat sich sehr für uns ins Zeug gelegt und großen Anteil daran, dass wir nun eine Satzung haben", sagt Marcel Ranacher. Auch Ole Stark, Vorsitzender des Sächsischen Landesfachverbandes Motorsport, habe Begeisterung und Unterstützung signalisiert. "Er hat sich zu unserer Gründungsversammlung angesagt", so Ranacher. Dass der Verein Vogtländischer Motorsport, ursprünglicher und jahrelanger Heimatverein der vogtländischen Trialsportler und praktisch nur noch auf dem Papier existent, die Entwicklung mit Desinteresse begleitet, verwundert Ranacher.

Wie auch immer: Ein sportliches Aushängeschild gewinnt der neue Club definitiv hinzu. Ranachers Sohn Benjamin, amtierender Ostdeutscher Trialmeister und bisher für den MSC Thalheim gestartet, ist künftig für die Oelsnitzer aktiv. Weitere Interessenten können per E-Mail mit dem Verein Kontakt aufnehmen.

mcoelsnitz@gmx.de

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