AfD-Chef Gauland wirbt in Chemnitz für Atomkraftwerke

Chemnitz.

Atomkraftwerke statt mehr Windräder: AfD-Chef Alexander Gauland hat sich dafür ausgesprochen, den "überhasteten" Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie zu überdenken, um beim Klimaschutz voranzukommen. Die Atomenergie sei ein Argument dafür. In dem Bereich gebe es "enorme" technische Entwicklungen, sagte der Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland bei einer Wahlkampfveranstaltung vor rund 300 Zuschauern am Samstag in Chemnitz. Der aktuellen Energiepolitik in Deutschland erteilte er eine Abfuhr.

Die AfD sei nicht dagegen, dass Klimaveränderungen erforscht würden. Aber man müsse auch sehen, was um Deutschland herum in Sachen Energiepolitik passiere. Hierzulande sollen die letzten Atomkraftwerke bis 2022 vom Netz gehen, der Ausstieg aus der Kohle soll bis 2038 erfolgen. Gauland: "Wer folgt dem Vorbild Deutschland? Niemand." In Frankreich würden Atomreaktoren erneuert, in Polen Kohlekraftwerke. Wenn seine Partei Regierungsverantwortung bekomme, wolle man versuchen, die "Dynamik der Energiewende zu stoppen". Diese sei vor allem ein Milliardengeschäft für Konzerne, Umweltverbände und "Schulschwänzer", erklärte Gauland und sprach damit auch die schwedische Klimaaktivistin und Schülerin Greta Thunberg an. Das sei die "Frau, die dem Klima nicht nützt, sondern schadet", weil sie mit einer Yacht und viel Begleitung nach Amerika fahre. Diese Yacht müsse dann mit "viel CO2-Ausstoß wieder zurück nach Europa gebracht werden - was für ein Irrsinn". Wenn Thunberg nur mit ihrem Vater ins Flugzeug gestiegen wäre, dann sei das besser fürs Klima gewesen, betonte der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion.


Gauland forderte, nicht vorzeitig auf Kohlekraftwerke zu verzichten. Gegen einen Ausbau alternativer Energien habe man nichts. Aber diese Energieformen seien nicht grundlastfähig, also zu jeder Zeit uneingeschränkt verfügbar. Zudem dürfe der Ausbau etwa von Windkraftanlagen nicht auf Kosten eines sehr Strompreises gehen. (jdf)

Bewertung des Artikels: Ø 4.1 Sterne bei 10 Bewertungen
37Kommentare
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  • 4
    0
    OlafF
    29.08.2019

    @cn3boj00: Sie kennen sich wohl recht gut aus, wie stellen Sie sich das vor ?

    Wenn die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden sollen und selbst neue moderne Kernkraftwerke ohne bzw. mit wenig Emission nicht in Frage kommen?


    Importieren wir dann den Atomstrom aus Frankreich und Tschechien, den Kohlestrom aus Polen ?


    … ist dies Ihre Lösung für eine saubere Umwelt ?


    Und was ist mit dem Straßenverkehr, mit der Energie für die Industrie und der Bedarf an Wärmeenergie? Gibt es Fakten, welche beweisen, dass eine Umstellung der Industrie, des Straßenverkehrs und von Gebäudeheizungen in dieser relativ kurzen Zeit realistisch ist.


    ich hoffe Sie halten Ihre Mitbürger nicht alle für sehr naiv... :-)

  • 4
    0
    Hinterfragt
    29.08.2019

    @cn3boj00; "...da frage ich schon nach dem Geisteszustand..."
    ich mich auch, denn Kreuzfahrttourismus, Segeljacht haben Sie gerade eben erst selbst in die Diskussion eingebracht ...

  • 2
    5
    cn3boj00
    29.08.2019

    @Hinterfragt, was soll mir das sagen? Von unseren Nachbarn plant nur Tschechien 2 Kernreaktoren. Und nur 3 Länder auf der Welt investieren massiv in Kernkraft. Soll das nun Gaulands Thesen unterstützen? Ist 3 eine Mehrheit?
    Und was hat das alles überhaupt mit der Segeljacht zu tun? Angesichts des wahnsinnigen Kreuzfahrttourismus so einen Mist zu behaupten, dass ein Segelschiff viel CO2 Ausstoß hat - da frage ich schon nach dem Geisteszustand.

  • 2
    2
    Hinterfragt
    28.08.2019

    @cn3boj00; "...ch habe nur darauf hingewiesen dass die Behauptung "die ganze Welt baut Atomkraftwerke nur Deutschland nicht" gelogen ist..."

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157767/umfrage/anzahl-der-geplanten-atomkraftwerke-in-verschiedenen-laendern/

  • 4
    2
    cn3boj00
    27.08.2019

    @Arndt: ich habe nur darauf hingewiesen dass die Behauptung "die ganze Welt baut Atomkraftwerke nur Deutschland nicht" gelogen ist und das an ein paar Nachbarländern von Deutschland gezeigt. Wenn ich was falsches sage nur zu. Aber nicht ausweichen, das kennen wir von den Politikern. Wenn sie keine Antwort haben weichen sie aus. Gehören Sie auch dazu?

  • 11
    4
    Tauchsieder
    26.08.2019

    Da hat ja der Baerböcksche Netzspeicher ja was angerichtet. Grüne Technologien, also Grün und Technologie, wahrscheinlich zwei Dinge die sich einander ausschließen.

  • 11
    2
    OlafF
    25.08.2019

    @Einspruch:

    Sie meinen die neueste Studie der UNI Heidelberg, hier der Direkt-Link für Interessierte, welche den Unterschied von Kobold und Kobalt kennen bzw. wissen, das Strom nicht im NETZ gespeichert wird.

    https://www.physi.uni-heidelberg.de/energiewende/belege/files/Energiewende.pdf

  • 11
    7
    Lesemuffel
    25.08.2019

    @maresch Diese Überschrift ist irreführend, Dr. G. hat n i c h t für Atomkraftwerke geworben, basta. Lesen Sie @einspruch. Darf man nicht, wie die übrige Welt Ideologie frei über die Nutzung der Kernkraft debattieren. Dass Deutschland mittlerweile bei den meisten modernen Technologien ins Hintertreffen geraten ist, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Es ist schade, aber leider Tatsache.

  • 16
    5
    Einspruch
    25.08.2019

    Die Physiker der Universität Heidelberg haben eine Studie veröffentlicht, nachzulesen auf Sputnik.com. Unter Abwägung der enttäuschenden Effizienz der Wind und Solarenergie und der Risiken des Klimawandels bezeichnen diese die Brutreaktoren auch als Erneuerbare Energie. Demnach erzählt Herr Gauand nicht unbedingt Unsinn.Wen es interessiert, kann es nachlesen.

  • 10
    6
    Maresch
    25.08.2019

    @Lesemuffel. Die Bennung der Realität ist etwas für Dummies? Interessante Logik!

  • 17
    9
    1371270
    25.08.2019

    @From...
    Derzeit sind (laut IAEA) 450 Kernreaktoren für die Energieerzeugung in Betrieb, 55 weitere sind im Bau (China, Indien, …).
    Denken Sie im Ernst, da sind nur Idioten oder Chaoten am Werk?
    Ich würde mal ein Bissel nachdenken!

    Bin auch sehr gespannt, wie Deutschland nur mit Wind und Sonne auskommen will - geht nämlich nicht! Vielleicht liefert ja Frankreich und Tschechien dann Atomstrom.

  • 14
    8
    Lesemuffel
    25.08.2019

    Diese Überschrift, liebe FP, ist wohl für Dummies gedacht gewesen? Das sehen Sie an einigen Kommentaren. Auch in der Endphase des Wahlkampfes sollte die FP nicht die Contenance verlieren und in die billige Kerbe der üblichen Diffamierungen der Alternative mit reinhauen.

  • 14
    13
    FromtheWastelands
    25.08.2019

    Gaulands Argumente sind nahezu diesselben die schon seit 20 Jahren von den Fortschrittszweiflern und "Früher war alles besser"-Sagern vorgebracht werden.
    Eine argumentative Gegenrede wäre müßig, denn das Gegenüber will sich nicht überzeugen lassen.
    Im 19. Jahrhundert hätte Gauland wohl zu denen gehört die behaupteten, man könne Schiffsrümpfe nicht aus Stahl bauen, weil Stahl nicht schwimmt und das Schiff zwangsläufig untergehen müsse.
    Seit Tschernobyl und spätestens seit Fukushima weiß jeder das die Folgen eines Unfalls die positiven Effekte haushoch übersteigen, von der Problematik des Atommülls ganz zu schweigen.
    Ich empfehle jedem sich mal diese Liste anzusehen, wer dann Atomkraft noch für eine gute Idee hält dem ist nicht mehr zu helfen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_in_kerntechnischen_Anlagen

  • 18
    18
    1371270
    25.08.2019

    Wenn ich die meisten Kommentare lese kommt mir nur das Grausen. Von wissenschaftlichen und technische Verständnis keine Spur.
    Es wird einfach geglaubt, was tagein-tagaus die grüne Presse verbreitet.
    Nein Deutschland ist nicht mehr zu retten.
    Nach der Atomtechnik ist man nun auch dabei, die Autoindustrie mit der E-Mobilität zu ruinieren.

  • 15
    10
    derBuerger
    25.08.2019

    Die AKWs ist das beste Beispiel von langfristiger Kosten- und Risikoignoranz.
    Kurzfristig und segmentiell gesehen sind AKWs der Traum: 3-5 €cent pro kwh je nachdem was man alles wegläßt. Kein co2 keine anderen Emmisionen.
    Die Betreiber verdienen sich eine goldene Nase und am Ende werden die Kosten auf den Steuerzahler umgewälzt. Wenn AKW-s sicher gefahren werden sollen müssen sie bei kleinen Störfällen oft heruntergefahren werden, was die wirtschaftlichkeit reduziert. Gerade ein alter Herr Gauland ist in einer Welt groß geworden, in der die Erde aus Egoismus und politischer Ideologie systematisch zertört wurde. Eine Aktion Fridays for Future war schon längst fällig. Was nutzt unser bischen Hausdämmung, wenn in Sibierien der Thermorostboden Taut und in Indionesien und Brasilien die Regenwälder vernichtet werden. Aber man kann Indonesien und Brasilien nicht den Vorwurf machen nun nicht mehr unsere Umweltsünden auszugleichen. Sie müßten dafür bezahlt werden den Regenwald zu erhalten und wieder aufzuforsten und zwar von denen, die seit der Industriellen Revolutin das Klima und die Umwelt vernichhtet haben. Statt Palmöl und brasilianisches Rindfleisch zu kaufen, das auf den abgebrannten Regenwäldern produziert wird, die Aufforstung des Regenwaldes bezahlen.

    Man kann sich über Gaulands Nazi- Fliegenschissvergleich streiten.
    Was die Industriestaaten der Umwelt angetan haben und tun ist kein Fliegenschiss! Und hierfür tragen wir die Verantwortung. Wenn ich mir Brasilien, Indonesien und Sibieren ansehe frage ich mich ob os nicht schon für alles zu spät ist.

  • 20
    15
    Maresch
    25.08.2019

    Sehr schön, dann könnte man doch in Chemnitz ein Atomkraftwerk bauen und auch gleich den radioaktiven Müll der anderen AKws in Chemnitz lagern. Die nachfolgenden Generationen werden sich freuen....

  • 17
    14
    fp112
    25.08.2019

    schon allein nur die Tatsache, das man eingelagerten radioaktivem Müll tausende Jahre noch sicher bewachen und überwachen muss, macht diese Art der Energieerzeugung indiskutabel..
    Wie und wo so ein Lagerort sein soll kann keiner sagen. Haben will es schon gar keiner.
    Die Asse lässt grüßen!

    Von den Risiken des aktiven Betriebes, man übertrage mal einen Evakuierungsradius auf Deutschland ! wollen wir gleich gar nicht reden.
    Die Alternative kann nur erhebliche Reduzierung des auch privaten Verbrauchs bei regenerativer Erzeugung sein.
    Die derzeit geplanten Gaskraftwerke sind da eine seltsame Sackgasse. Das Zeug brennt zwar recht sauber ,aber wir müssen schon mal ernsthaft darüber nachdenken wo das Brennmaterial herkommt , wie und von wem es gewonnen wird und wer die Macht am Gashahn hat.
    Das sind nicht eben unsere Freunde, oder?

  • 17
    12
    Tauchsieder
    25.08.2019

    Stimmt "Lese.....", man sich selbst einer Zukunftstechnologie beraubt. Einer der diese Technologie intensiv studieren möchte ist heute gezwungen im Ausland einen Studienplatz zu finden.
    Das kann man auch als ideologisch untersetzte grüne Bildungspolitik bezeichnen.

  • 17
    16
    Lesemuffel
    25.08.2019

    Tauchsieder, die "Abfälle" werden attraktiver, selbst die USA nehmen diese, für die nächste Generation der neuen Fusionskraftwerke. In D ist die Forschung und Entwicklung abgebrochen worden, ausserhalb Deutschlands schreitet sie voran. Das "deutsche Wesen..." wird nur noch belächelt. Wenn D dann Atomstrom kaufen muss, ist die Gefahr gebannt?

  • 16
    7
    Tauchsieder
    25.08.2019

    Die Dummheit anderer (Russen, Japaner) sollte doch nicht Maßstab unseres Handelns sein. Offensichtliche Fehler beider zu verallgemeinern ist falsch. Die Einen spielten wahrscheinlich aus langer Weile an der Technik herum. Die Anderen errichteten in einem potentiellen Überflutungsgebiet solch ein Kraftwerk. Beides z.B. in D so nicht denkbar. Das es keine Endlager gibt ist lediglich der Ideologie geschuldet und nur eine Frage der Zeit. Keiner nimmt den Abfall uns ab, also ?

  • 16
    19
    Lesemuffel
    25.08.2019

    Das Beispiel gegen Dr. Gauland und die AfD zu nutzen ist ein Rohrkrepierer. Kein Land der Welt ist der fixen Idee von Dr. Merkel gefolgt, die ja nicht aus technischen Gründen die KKW's abschalten lässt, sondern aus politisch - taktischen Gründen, um den GRÜNEN seinerzeit Stimmen abzujagen. Heute wäre das nicht mehr notwendig, da die CDSU stark, fast total vergrünt ist. Man rechnet sogar mit Habeck als BK.

  • 13
    20
    ArndtBremen
    25.08.2019

    qcn3: wissen sie, wieviel aktive Atomkraftwerke sich im Umkreis zu Deutschland von 1000 Kilometern befinden? Offensichtlich nicht. Aber machen sie mal weiter mit Wind und Sonne. Gutes gelingen.

  • 15
    9
    d0m1ng023
    25.08.2019

    Bei der Debatte um Atomstrom geht es ja weniger um Sauberkeit und Umweltschutz. Das Hauptargument ist nunmal die Sicherheit. Wenn ein Atomkraftwerk brennt oder in die Luft fliegt, ist der Schaden 100mal größer, als wenn ein Kohle-, Wind- oder Wasserkraftwerk explodiert.

    Atomkraftwerke sind am stärksten angreifbar, weil diese sehr groß sind und man mit wenig Mittel viel Schaden erreichen kann. Außerdem sind die meisten dieser Kraftwerke völlig veraltet, für umfangreiche Instandsetzungen fehlt das Geld und die Ressourcen. Würde man jetzt einen Meiler so renovieren, dass dieser den Anforderungen der nächsten 30 Jahre genügt, müsste dieser erstmal für mind. 5 Jahre abgeschalten werden. Und dazu fehlen derzeit die Alternativen, diesen temporären Stromverlust aufzufangen.

    Da ist die logischste Konsequenz, dass man einfach die veralteten Meiler so weit es geht weiterbetreibt und bis zum Zeitpunkt X diese langsam runterfährt. Somit erspart man sich extrem teure Umbauarbeiten und nimmt zusätzlich Last von den Meilern, damit diese bis zum Ende der Laufzeit, trotz veralteter Technik betrieben werden können.

    Die Warscheinlichkeit einer Kernschmelze oder anderer Katastrophe in so einem Kraftwerk ist zwar extrem gering, aber wenn was passiert, würden unsere nachfolgenden Generationen ihr Leben lang mit den Auswirkungen zu kämpfen haben.

  • 22
    13
    Zeitungss
    25.08.2019

    @AB: Die Alternatieven sind ein paar Windmühlen, gelegentlich ohne Wind, eine Unmenge zugebauter Dach- und Agrarflächen, gelegentlich ohne Sonne. Als Stromspeicher dient das Leitungsnetz nach dem System Baerbock. Man sollte nun zu dem Schluß kommen, dass Kraftwerke generell überflüssig sind. Gas und Öl sind inzwischen auch verpönt, zu den Biogasanlagen hat sich die Dame bisher nicht geäußert. Die Zukunft der Energieversorgung mit Grünen steht demnach auf einem sicheren Fundament auch die Versorgung der zu erwartenden und gewollten E-Mobilität liegt hier in besten Händen, so möchte man es zu jeder Gelegenheit und mit Nachdruck darstellen.

  • 13
    19
    BlackSheep
    25.08.2019

    @ArndtBremen, ich finde die AfD nicht Scheisse, aber der Gedanke von Gauland ist dumm. Den Rest der Welt kann man nicht davon abhalten Kernkraftwerke zu bauen, aber man muss ja nicht jede Dummheit mitmachen. Wie gefährlich die AKW sind hat man ja an Tschernobyl und Fukushima gesehen um nur die zwei bekanntesten Beispiele zu bringen. Wenn eine Kohlekraftwerk explodiert fliegt ne Ladung Dreck in die Luft und fertig. Für Atomabfälle gibt es bis heute keine Endlagermöglichkeit und dann auf eine Technik setzen wo am Ende der Laufzeit eine grosser Haufen gefährlicher Abfälle bleibt die ich nicht sicher unterbringe? Für mich wäre die Alternative weiter auf KOhlestrom zu setzen, sicherer und am Ende der Nutzung des Kohlekraftwerkes schmelze ich das Eisen ein und kann es wiederverwenden.

  • 23
    23
    Lesemuffel
    25.08.2019

    Mit einer vernünftigen zeitgemäßen Einstellung zur Nutzung der Kernenergie im Rahmen eines Energiemixes wegen des Klimawandels steht Dr. Gauland nicht allein in der Welt, nur in D. Hier wurde ja jegliche Forschung eingestellt. Inzwischen gibt es Lösungen zur Entsorgung und in zahlreichen Ländern werden neue Kraftwerke gebaut. Bei unseren Nachbarn hat man sich von der fixen Idee unserer Physik-Doktrin nicht anstecken lassen. Wenigstens eine Partei, die mit der Zeit in Einklang ist.

  • 27
    13
    Deluxe
    25.08.2019

    Zumal es in Sachen Atomkraft neben ideologischen Argumenten ja auch noch technische gibt.

    Kernspaltung ist nicht das letzte Wort.
    Die Zukunft wird in der Kernfusion liegen, die weit weniger Gefahrenpotential mit sich bringt. Und auch die Alternativen in Form von Niedrigtemperaturreaktoren werden ausgeblendet.

    Das wird alles in der politischen Diskussion völlig ignoriert, weil sie nicht sachlich, sondern ideologisch geführt wird. Da nützt es auch nichts, daß die seit 14 Jahren amtierende Bundeskanzlerin Physikerin ist, die es somit besser wissen sollte.

    Man sieht die Atomkraft ausschließlich negativ, verbindet den Begriff immer nur mit Tschernobyl, Fukushima oder gar Hiroshima. Man hat als ersten Schritt zum Atomausstieg der universitären Forschung in Deutschland den Hahn abgedreht und staunt jetzt, daß die Nachbarn nicht mitziehen bei diesem ideologischen Feldzug, der jede Sachlichkeit vermissen läßt.
    So kann man Zukunft nicht gestalten.

    Man muß forschen und entwickeln, man muß Lösungen für die Abfälle finden, aber man kann nicht alles aus dem Bauch heraus verteufeln und für die nächsten Jahrhunderte verdammen.

  • 31
    26
    steph58
    25.08.2019

    Ich bin mir sicher, das uns die Energiewende weg von Kohleverstromung und Atomkraft gelingen wird dank technischen Innovationen. Immer am Alten festzuhalten, hat uns noch nie nach vorn gebracht.
    Das rückwärts gewandte Denken eines Herrn Gauland und der AfD, übrigens nicht nur auf diesem Gebiet, soll den Menschen suggerieren, wir müssten überhaupt nichts ändern in unserem Leben.
    Sie bieten wie immer einfache Lösungen für komplexe Probleme an, anstatt über unseren Tellerrand zu schauen...

  • 24
    6
    martindamm
    24.08.2019

    @ArndtBremen:
    ich finde die afd nicht scheiße. natürlich muss man alle mit einbeziehen. ich finde aber das wir voran gehen müssen wenn es um unsere umwelt geht. natürlich kann man auch sagen: fahren wir die akw's wieder hoch, sollen doch unsere kinder sich um den müll kümmern. das ist aber nicht mein denken. ich hab jetzt auch keine alternative. aber man muss sowas auch mal anschieben ...

  • 19
    16
    thombo01
    24.08.2019

    Recht hat er.

  • 26
    19
    fnor
    24.08.2019

    Vermutlich bin ich zu arm, um die AFD zu unterstützen. Denn mit EEG und Steuern liegt der Strompreis bei unter 30 ct je kWh, Windkraft kostet rein bei der Erzeugung etwa 10 ct pro kWh. Atomkraft auch? Ja, wenn man alte Atomkraftwerke, die schon längst abgeschrieben sind, weiter betreibt. Rechnet man allerdings den Neubau von Kraftwerken, die Entsorgung / Endlagerung des Atommülls ein, so müsste der Strom dann etwa 3,00 Euro je kWh kosten. Warum sollte ich freiwillig das 10-Fache zahlen wollen? Als Stromkunde muss ich es zwar nicht bezahlen, dafür aber allgemein über die Steuern. Selbst wenn sich die Experten mit den 3 Euro verrechnet haben, sind sie sich einig, dass die Erneuerbaren seit einigen Jahren die kostengünstigste Alternative sind.

  • 26
    22
    cn3boj00
    24.08.2019

    @Arndt "Sie finden die AfD..." - was ist das für ein Beitrag? Nur weil jemand keine Atomkraftwerke mag muss man doch nicht auf seine politische Einstellung schließen? Aber was soll man schon erwarten.
    Im Übrigen gibt es nicht nur Polen und Frankreich als Nachbarn, aber vielleicht hat der alte Mann die Landkarte noch anders im Kopf.
    In Dänemark gewinnt man inzwischen etwa 50% der Energie aus Wind. Atomkraftwerke gibt es nicht. In den Niederlanden kommt die Energie aus Wind und Gaskraftwerken, das letzte Atomkraftwerk geht 2034 vom Netz. In Österreich kommt der Strom vorwiegend aus Wasserkraft- und Gaskraftwerken. Atomkraftwerke gibt es nicht. Merkt ihr was? Es sind immer wieder eben nur halbe Wahrheiten, die von der AfD als einzig wahr verkauft werden. Und Arndt nimmt das immer als bare Münze. Alternativen? Mal zu den Nachbarn schauen!

  • 19
    21
    DTRFC2005
    24.08.2019

    Etwa damit die Energielobby noch mehr Geld abschöpfen kann? Und wo sollen die Endlager in Deutschland sein? Mit was sollen die Dinger in Zukunft den gekühlt werden? Ach Herr Bremen, das wird alles vor ihrer Haustür passieren, scheint ihnen ja offenbar egal zu sein.

  • 17
    22
    Hinterfragt
    24.08.2019

    Wo ist das Problem? Kein CO².
    Und selbst die "Heilige Greta" ist für Atomstrom ...

  • 45
    39
    ArndtBremen
    24.08.2019

    @martindamm: was sind denn ihre Alternativen? Wie halten sie denn den Rest der Welt davon ab, Atomkraftwerke zu bauen? Sie finden die AfD Scheisse? Ok. Aber wo sind denn ihre Alternativen?

  • 46
    46
    ArndtBremen
    24.08.2019

    Realdenkende Menschen werden dem Herrn Gauland wohl Recht geben müssen.

  • 46
    50
    martindamm
    24.08.2019

    tut mir leid für ihn. so alt wie dieser greis aussieht, sind auch seine vorstellungen. das man bei diesem kommenden energie-umstieg kompromisse machen könnte ist klar, aber jetzt die atomkraft wieder aus der tasche zu ziehen ist einfach schwach. wer soll denn sonst als vorreiter/vorbild voran gehen, wenn nicht die deutschen.



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