550 Jahre Geschichte - eine CD: Musiker huldigt Heimatstadt

Pünktlich zum großen Thumer Jubiläum bringt Frank Schubert eine CD mit Thum-Liedern heraus. Auf der Scheibe ist so manche Rarität zu finden. Bei einem Anliegen ist der Musiker aber an seine Grenzen gestoßen.

Thum.

Frank Schubert ist Künstler, Praxisinhaber und seit Neuestem Stadtrat. Vor allem aber ist er eines: Thumer. Aus der Liebe zu seinem Heimatort hat der 38-Jährige nie einen Hehl gemacht. Diese Zuneigung hat er angesichts des großen Stadtjubiläums nun vertont und auf eine Scheibe gepresst. Anlässlich 550 Jahre Stadtrecht Thum wird es eine CD geben, deren historische Lieder mit viel Lokalkolorit die Bergstadt besingen. "Die meisten davon dürften den meisten Leuten gar nicht mehr bekannt sein", sagt Schubert.

Eines davon ganz sicher nicht. Denn für "Grüßt mr mei Thum" hat der Erzgebirger selbst die Melodie geschrieben. Trotz Recherchen rankt sich für Schubert noch ein dickes Fragezeichen um den Verfasser des zugrunde liegenden Textes, einen gewissen Carl Friedrich Rausch. Abgedruckt waren die notenlosen Zeilen, die unter anderem in Thum längst verschwundene Orte wie Elysium oder Schützenheim preisen, um 1930 in einer Ausgabe von "Rund um den Greifenstein - Kulturhistorische Heimats- und Verkehrswochenschrift", einer in Thum verlegten Publikation. Genaueres über den Autor hat Frank Schubert noch nicht herausfinden können, abgesehen davon, dass dieser auch Schriftleiter von "Rund um den Greifenstein" war. "Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, auch Ortschronisten. Über Rausch scheint nicht viel bekannt zu sein." Demnächst will er noch in Kirchenbüchern recherchieren, um vielleicht doch noch Informationen zu erhalten.


Fast alle Lieder der CD mit ihren acht Titeln hat der 38-Jährige selbst eingesungen - außer ein Lied, dem Brigitte Lohr vom Silberzechentrio ihre Stimme geliehen hat. Zudem war der Gelenauer Robby Schubert instrumental an der Produktion in Frank Schuberts Heimstudio beteiligt. "Es ist nicht unbedingt das Weiße Album von den Beatles geworden", sagt Frank Schubert. "Es ist nicht perfekt, aber es kommt von Herzen." Mit dem Album wolle er seiner Stadt etwas zurückgeben, erklärt der Erzgebirgsmusiker und Anton-Günther-Fan: "Ich hatte eine herrliche Kindheit hier. Das haben mir viele wunderbare Menschen ermöglicht, und auch jetzt geht es mir gut hier. Ich möchte nie woanders leben."

Er betont gleichwohl, dass Herold, Jahnsbach und Thum zusammengehören. Darum enthält die CD auch ein Lied mit Jahnsbacher Bezug. Im Falle von Herold ist er trotz vieler Gespräche nicht wirklich fündig geworden. "Es soll ein Lied existieren, in dem vom Wilischstrand die Rede ist. Mehr konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen. Wenn jemand etwas weiß: Ich bin über jeden Hinweis dankbar", so der Musiker.

Und Frank Schubert wäre nicht Frank Schubert, wenn er beim Verlegen der CD nicht eine kleine Spielerei eingebaut hätte - passend zu 550 Jahre Stadtgeschichte. Das Album soll 5,50 Euro kosten. Die Auflage: 550 Stück.

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