Das sind die Böhms aus Ehrenfriedersdorf: Papa David, Mama Nicole, die 16-jährige Paula, der vierjährige Bruno, die elfjährige Frida, der siebenjährige Erwin und die 13-jährige Klara (vorn von links). Derzeit ihr größter Wunsch: ein neues Auto, in das alle reinpassen – und auch noch der Reha-Buggy von Bruno.
Das sind die Böhms aus Ehrenfriedersdorf: Papa David, Mama Nicole, die 16-jährige Paula, der vierjährige Bruno, die elfjährige Frida, der siebenjährige Erwin und die 13-jährige Klara (vorn von links). Derzeit ihr größter Wunsch: ein neues Auto, in das alle reinpassen – und auch noch der Reha-Buggy von Bruno. Bild: Ronny Küttner
Annaberg
„Leser helfen“ in Ehrenfriedersdorf: Siebenköpfige Familie braucht ein neues Auto

Der vierjährige Bruno ist Autist, sein Bruder Erwin leidet an Epilepsie. Der Verein „Leser helfen“ will die Familie unterstützen und ihr einen Wunsch erfüllen.

Ehrenfriedersdorf.

"Frühkindlicher Autist": Den Schock über diese Diagnose haben Nicole und David Böhm aus Ehrenfriedersdorf verdauen müssen. Ihr vierjähriger Bruno - das Nesthäkchen der siebenköpfigen Familie - ist davon betroffen. Doch was das in ihrem konkreten Fall bedeutet, haben sie erst nach und nach erfahren: keine Sprachentwicklung, kein Sprachverständnis, keine Gefahreneinschätzung. "Er hört ganz normal", versucht die 36-Jährige Mama zu erklären, was sich nur schwer erklären lässt. Doch Bruno kann das Gehörte nicht einordnen. "Er reagiert nicht." Schon das ist "eine tägliche Herausforderung", sagt der 33-jährige Papa. Und es ist nicht die einzige für die Familie: Denn Brunos größerer Bruder Erwin leidet an Epilepsie. "Er ist zwar momentan anfallsfrei", erzählt Nicole Böhm. Aber man könne nie wissen, wann der nächste Anfall kommt. Deshalb benötige auch der Siebenjährige ständige Aufsicht. Vor allem für die Mama ein Vollzeitjob. Denn auch die Böhms können nur auf wenig familiäre Unterstützung bauen.

Reparaturen übersteigen Wert des Autos um ein Vielfaches

Aber all diese Herausforderungen meistern die Eltern ohne großes Aufsehen. Bei einem Problem allerdings brauchen sie dringend Hilfe: Das fast 20 Jahre alte Familienauto ist am Ende. "Die aufwendigen Reparaturen übersteigen den Wert des Autos längst um ein Vielfaches", macht David Böhm deutlich. Dazu kommt bei jeder Fahrt die Angst, dass das Auto einfach stehen bleibt. "Damit müssen wir leider jederzeit rechnen." Deshalb ist ihr größter Wunsch: ein fahrtüchtiges Auto, in dem alle Platz haben - und auch noch der Reha-Buggy für Bruno. (af)

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