Ausgezeichnet: Mit Klischees Fachkräfte anlocken

Werbekampagne wird mit einen renommierten Branchenpreis geehrt

Aue/Schwarzenberg.

Das Plakat zeigt einen Fachmann beim Bearbeiten eines riesigen Metallteils, es fliegen die Funken. Darüber steht: "Herrlich, dieses Erzgebirge ... Und überall diese schönen Lichterbögen." Dieses Motiv ist preisgekrönt. Denn es gehört zu einer Kampagne, die die Chemnitzer Werbeagentur Zebra Group für das Regionalmanagement Erzgebirge umgesetzt hat, und die jetzt mit dem renommierten Branchenpreis German Brand Award ausgezeichnet wurde.

Ziel der Kampagne ist es, Menschen für die Region zu begeistern und so Fachkräfte anzulocken - in erster Line für kleine und mittlere Betriebe. "90 Prozent der rund 15.500 Unternehmen im Erzgebirge haben weniger als zehn Mitarbeiter", sagt Peggy Kreller vom Regionalmanagement. Nicht jeder kleine Handwerksbetrieb könne selber eine bekannte Marke aus sich machen. Darum trommelt das Regionalmanagement quasi stellvertretend für die Wirtschaft der Region.


Doch warum auf Klischees zurückgreifen? "Es nützt nichts, den Leuten einfach sagen zu wollen: Das Erzgebirge ist eine Industrieregion", so Kreller. "Wir waren erstaunt, wie stark gewisse Bilder noch in den Köpfen stecken", berichtet sie vom Ergebnis einer Untersuchung über das Image des Erzgebirges vor vier Jahren. Es dominieren Weihnachtstraditionen, Schwibbögen, Engel und Handarbeitskunst. Diese positiven Assoziationen bringt die 2017 beauftragte Kampagne in drei Plakatmotiven mit dem Thema Wirtschaft und Fachkräfte zusammen, und das mit einem Augenzwinkern.

25.000 Euro hat die Kampagne gekostet. Plakate hingen etwa in größeren sächsischen Städten wie Chemnitz und Leipzig, viel lief im Internet. Was das für die Region konkret gebracht hat, lasse sich schwer in Zahlen ausdrücken, erklärt Kreller. Rückschlüsse erhofft sich das Regionalmanagement aber von der Neuauflage der Image-Studie. Diese sei für 2021 oder 2022 geplant. ( urm)

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