Clubmitglieder eint Glaube und Entdeckerfreude

44 Wohnmobile aus der ganzen Bundesrepublik haben für eine Woche in Schneeberg haltgemacht. Direkt am Filzteich fanden die Reisenden beste Bedingungen vor, um die Umgebung zu erkunden.

Schneeberg.

Der Fisch als Symbol des Glaubens hat im Logo des christlichen Reisemobilclubs Räder. Kein Wunder: Immerhin bewegen sich die Mitglieder in Wohnmobilen fort und haben jetzt erstmals eines ihrer Treffen in Schneeberg verbracht. Am Filzteich in Neustädtel reihten sich 44 mobile Domizile am Strand aneinander. "Wir fühlen uns sehr wohl und herzlich aufgenommen", sagt Bodo Grün, Kopf des im Jahr 2000 gegründeten Clubs.

Den Weg in seine Heimatstadt Schneeberg ebnete Mitglied Ernst Günther. Er kümmerte sich um die Stellplätze. "Das war über die Stadtwerke als Träger des Filzteichs problemlos möglich." Das nahe Kinder- und Jugenderholungszentrum "Kiez" bot einen Raum für Frühstück, Andacht und Abendrunden, in denen unter anderem der christliche Liedermacher Rups auftrat. Reisevorträge und durch Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert ein Willkommen im Herzen des frisch gekürten Unesco-Weltkulturerbes Erzgebirge gehörten ebenso zum Programm wie eine Stadtführung, ein Rundgang durch die Kirche und das Museum sowie die Einfahrt ins Bergwerk "Markus Semmler" in Bad Schlema und Kutschfahrten. "Es war sehr vielseitig und abwechslungsreich. Viele kannten die Gegend bisher nicht", sagt Bodo Grün.

Immer wieder erkunden die christlichen Camper neue Ecken der Republik. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst gehen sie gemeinsam auf Reisen. Die Freiheit, die Touren im Domizil auf Rädern mit sich bringen, und der Glaube an Gott eint die Runde. "Man hat sein Gehäuse sozusagen immer dabei und kann spontan entscheiden, wo man verweilt oder nicht. Das ist schon etwas Besonderes", erklärt Bodo Grün. Dabei gehören die Mitglieder verschiedenen Konfessionen an. "Wir unterstützen uns gegenseitig, begegnen uns im Glauben und geben uns Halt, wenn es nötig ist", sagt Grün, der selbst aus Lehrte in Niedersachsen stammt und in der Club-Kartei knapp 100 Mitglieder stehen hat. "Viele von uns sind inzwischen ältere Semester. Da schaffen es nicht immer alle mitzufahren."

Das Gros der Herbsttourer rollte am Montag am Filzteich an. Am gestrigen Freitag reisten die meisten wieder ab, andere bleiben übers Wochenende. Zum Beispiel, um das Blasmusikfestival in Bad Schlema zu besuchen. "Wir haben für alle Attraktionen der Gegend geworben", sagt Ernst Günther, der diesmal die kürzeste Anreise hatte und als Schneeberger zu den drei Erzgebirgern in der Camping-Truppe zählte. Im kommenden Frühjahr seifür die reisefreudigen Christen die Therme in Bad Königshofen das Ziel des nächsten Trips. "Von da können wir touristisch noch viel lernen", findet Günther. Allein bis zu 100 Wohnmobile halten in dem bayerischen Ort pro Tag.

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