Impfteams werden geschult

Derzeit drücken zwölf Johanniter die Schulbank, um im Erzgebirgskreis die Geimpften zu betreuen. Eine besondere Herausforderung ist der Transport des Impfstoffs.

Schneeberg.

Mit dem Beginn der Impfungen gegen das Corona-Virus sollen auch Impfteams im Erzgebirgskreis unterwegs sein. Um für diese Aufgabe gerüstet zu sein, drücken zwölf Johanniter seit Montag die Schulbank. Sie lassen sich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Schneeberg zum Sanitätshelfer ausbilden. "Nach 56 Ausbildungsstunden erfolgen am Samstag die Prüfungen", erklärt Erste-Hilfe-Trainerin Susanne Peters.

Die Schulbank in Schneeberg drückt Eric Wolfermann, der zum Fahrdienst in Lugau gehört. "Ich möchte Menschen helfen, deshalb will ich im Impfteam dabei sein", sagt der 32-Jährige. Das sieht der 47-jährige Thomas Müller vom Einsatznotrufdienst in Aue ebenso: "Im Impfteam kann man mithelfen, dass wir alle irgendwann wieder ein normales Leben führen können."

Neben dem Impfzentrum in Annaberg-Buchholz gibt es im Landkreis drei mobile Impfteams. Wie von den Maltesern und vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wird ein Fahrzeug auch von den Johannitern besetzt. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, das Team an den Einsatzort zu fahren. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen stellt Ärzte und medizinische Fachangestellte, die die Impfung vornehmen. Die Johanniter übernehmen die Dokumentation sowie die Betreuung der Geimpften.

Eine besondere Herausforderung ist nicht zuletzt der Transport des Impfstoffs. "Er ist empfindlich, und es muss darauf geachtet werden, dass er nicht gerüttelt oder geschüttelt wird", sagt Sven Oschmann, der im Kreisverband Ansprechpartner für die Erste-Hilfe-Ausbildung ist.

Auch für die richtige Anwendung von Corona-Tests wird eine Schulung benötigt. Die Johanniter haben bereits 20 solche Tester ausgebildet, die in der Pflege, im Rettungsdienst, in der Verwaltung und in Kindertagesstätten zum Einsatz kommen. Für die Johanniter sind im Erzgebirgskreis fünf Testteams gemeldet. Somit könne man auch die geplante Massentestung unterstützen. Diese soll kommende Woche als eine Schulaktion für die Schüler der Abschlussklassen stattfinden.

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