Süßes Dankeschön für liebevolles Bemühen um Heimbewohner

Stollenaktion: Birgit Fischer weiß ihre 80-jährige Mutter im Auer Pflegeheim "Zeller Berg" gut versorgt. Zu Corona-Zeiten ist das Personal dort besonders gefordert.

Aue-Bad Schlema.

Beim Besuch von Birgit Fischer im Altenpflegeheim der Diakonie "Zeller Berg" in Aue bringen die Pfleger ihre Mutter Helga Zürch im Rollstuhl ins weihnachtlich geschmückte Foyer des Hauses. "Wir sind bemüht, es überall so schön wie möglich für unsere Bewohner zu machen", versichert Claudia Wendler, die auf der Station arbeitet, wo Helga Zürch betreut wird. "Sie werden kein Fenster in unserem Haus finden, wo kein Schwibbogen leuchtet", bekräftigt Heimleiter Joachim Kramer. Für Birgit Fischer ist das "liebevolle Bemühen um jeden Einzelnen" Grund, um den Pflegeheimmitarbeitern Danke zu sagen. Deshalb hat sie sich an "Freie Presse" gewandt und konnte so - im Zuge der Dankesstollen-Aktion - den von der Albernauer Bäckerei Baumann zur Verfügung gestellten Stollen übergeben.

Birgit Fischers 80-jährige Mutter lebt nach mehreren Schlaganfällen seit zwei Jahren in dem Auer Altenpflegeheim. Sie ist sich sicher, dass sich ihre Mutter wohl fühlt. "Sie wird richtig gut versorgt, das Essen ist sehr gut und wenn wir unsere Mutter zu Familienfeiern abholen, ist sie immer schon fertig und schick angezogen", berichtet Birgit Fischer. Auch unter den erschwerten Bedingungen in der Corona-Pandemie würden immer Zeitfenster geschaffen, damit die Mutter Besuch empfangen kann. "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Pflegern", versichert Birgit Fischer. "Ich werde angerufen, wenn meine Mutter etwas braucht oder irgendwelche Veränderungen anstehen." Die Bewohner des Hauses würden nach ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten einbezogen in den Heimalltag. Es sei keine leichte Arbeit, "aber alle machen sie mit Herz", ist Birgit Fischer überzeugt.

Zurzeit ist der Besucherverkehr wie überall in den Pflegeheimen eingeschränkt. "Das Personal ist deshalb besonders gefordert", sagt Heimleiter Joachim Kramer. Trotzdem sei keiner der Bewohner einsam. "Wir machen es den alten Leuten in ihren Zimmern schön, sprechen viel mit ihnen darüber, wie es früher war, zurzeit natürlich wie sie Weihnachten früher erlebt haben", erzählt Iris Reiprich. Erst kürzlich hat die Heimleitung zwei Veeh-Harfen angeschafft. "Das ist eine Art Zither, einige von den alten Leutchen können darauf richtig gut spielen", nennt der Einrichtungsleiter ein Beispiel. Gemeinsames Singen geht zwar zurzeit nicht, dafür erklingt in den Zimmern, wenn gewünscht, Weihnachtsmusik von der CD.

"Ich mache meine Arbeit hier sehr gern", unterstreicht Claudia Wendler. Deshalb sei es für sie auch kein Problem gewesen, am Wochenbeginn für eine erkrankte Kollegin einzuspringen, obwohl sie eigentlich frei hatte. Im Auer Altenpflegeheim "Zeller Berg" leben 108 alte Frauen und Männer, zwölf werden zudem in der Kurzzeitpflege betreut. Das Diakonische Werk betreibt im Erzgebirge 11 Pflegeheime mit insgesamt 675 Bewohnern.

Aufruf Wer soll für seinen außergewöhnlichen Einsatz in dieser Corona-Zeit einen Dankesstollen bekommen? Vorschläge nimmt die "Freie Presse" per E-Mail und unter Ruf 03771 594-13242 entgegen. Wir bitten, eine Begründung sowie einen Kontakt mitzuschicken.

red.aue@freiepresse.de

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