23 Teams wetteifern um den Sieg

Zum 10. Mal hat es auf dem Filzteich bei Schneeberg ein Drachenbootrennen gegeben. Diesmal aber nicht zum Abschluss der Saison, denn die wird spontan verlängert.

Schneeberg.

Eigentlich sollte das Drachenbootrennen am Samstag die Sommersaison am Filzteich in Schneeberg-Neustädtel beschließen. Weil aber das Wetter derzeit so fantastisch ist und auch noch einige Tage so bleiben soll, wird die Saison spontan verlängert.

Mindestens bis zum Donnerstag bleibt Sachsens älteste Talsperre deshalb nun für Besucher geöffnet. "Bleibt es weiter schön, dann machen wir auch bis zum nächsten Sonntag weiter", sagt Thomas Sanftleben, Leiter des Bäderbetriebs bei den Stadtwerken Schneeberg. "Dann aber ist wirklich Schluss, denn wir müssen die Anlage anschließend ja winterfest machen", setzt er eine letzte Frist. Mit der diesjährigen Saison ist das Filzteichteam überaus zufrieden, denn zirka 50.000 Besucher wurden gezählt. "Der Sommer war zwar durchwachsen, aber wenn es schön war, kamen auch sofort ganz viele Leute", sagt Sanftleben.

Ungeachtet der spontanen Saisonverlängerung ging die 10. Auflage des Drachenbootrennens am Samstag planmäßig über die Bühne. "Wir haben diesmal 23 Teams und 450 Aktive", freut sich Stadtwerkechef Gunar Friedrich, der im Vickie-Kostüm mit roten gelockten Haaren zum beliebten Fotomotiv wurde.

Auch viele andere Drachenbootkanuten machten mit interessanten Accessoires auf sich aufmerksam. Odins Erben aus Olbernhau setzten sich ebenfalls Wikinger Helme auf. Die Feuerwehrmänner der Silberspritzer aus Schneeberg trugen glänzende Helme, und die Sauerkraut- und Saunakämpfer (SSK) unter der Leitung von Christian Winkler trugen von Hand gestrickte bunte Mützen mit einem Zipfel anstelle einer Bommel: "Wir haben schon vieles gemacht", sagt Winkler: "Wir sind schon mit Dudelsackspieler da gewesen. Wir haben schon eine Dopingkontrolle gemacht. Und wir sind mit den Nickis der Ringer von Aue aufgetreten." Die Mützen-Idee habe einer der Saunagänger gehabt. Er sei auf Madeira gewesen und hat dort solche Mützen entdeckt, die als Souvenirs für 26 Euro verkauft werden. Weil die SSK-Mitglieder diesen Preis für zu fettig hielten, ließen sie sich hierzulande zwanzig Mützen stricken - für fünf Euro das Stück.

Auch wenn für viele Teilnehmer der Spaß beim Drachenbootrennen im Vordergrund steht, verbirgt sich hinter der Gaudi ein strenges Wettkampfregularium, das über Vorläufe und Hoffnungsläufe schließlich in die Finalläufe führt.

Peter Philipp von der Eventagentur Blue Water sorgt dafür, dass alles mit rechten Dingen zugeht: "Wir richten uns dabei nach einem internationalen Rennplan." Wird es auf der Ziellinie eng, hilft ein Foto. Das Drachenboot ist übrigens original ein chinesisches Fischerboot und wird in China bis heute an den großen Flüssen und Seen verwendet. "Die Trommel hat die Aufgabe, die großen Fische von den Booten fernzuhalten", erläutert Philipp. Der Drachenkopf vorn und der Schwanz hinten sollen den Fischern Glück bringen. Gewonnen hat in diesem Jahr die Mannschaft De Inkognitos (Wohnmobile Gläser & Installation/Heizungsbau Leuoth), die 2015 auf Platz 2 gelandet waren.

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