Autohaus wird wieder zur Soundwerkstatt

Wo sonst blank geputzte Neuwagen präsentiert werden, steht für eine Nacht eine Bühne. Hörbar: Emma 6 und Toni Kraus überzeugen mit bestem Deutschrock.

Schwarzenberg.

Wenn sich heute im Automobil Center Erzgebirge (ACE) wieder die Türen öffnen, wird kaum noch etwas ans Wochenende erinnern. Doch im Autohaus haben am Samstagabend etwa 300 Gäste eine hochkarätige Konzert-Veranstaltung erlebt: Schon zum wiederholten Mal stand dort, wo normalerweise schicke Flitzer präsentiert werden, eine große Bühne - die Bühne der Hörbar-Soundwerkstatt.

Davor tummelten sich Musikliebhaber und Fans der Band Emma 6 aus der Nähe von Köln und Anhänger von Toni Kraus und Band aus dem Erzgebirge. Das gesamte Autohaus war durch eine geniale Lichttechnik in rötliches Licht getaucht und wirkte schon von draußen durch die Fenster einladend.

Ein besonderer Blickfang mitten im Salon war die Bar mit ansprechender Deko. Die Gäste mussten so nicht lange Schlange stehen, sondern konnten sich bequem von allen Seiten her anstellen und wurden schnell bedient. Neben verschiedenen Cocktails, Bier, Wein und alkoholfreien Getränken gab es auch etwas für den kleinen Hunger. "Das sind alles Freunde, Verwandte und Mitarbeiter, die hier mit anpacken und helfen, die Bar zu betreiben", sagte Autohaus-Inhaber Jens Schürer: "Sonst hatten wir immer ein Catering, diesmal machen wir es selbst." Obwohl eine solche Veranstaltung für alle Beteiligten ein wahrer Kraftakt ist, will Schürer dieses Engagement nicht missen. "Die Leute sollen uns eben von einer ganz anderen Seite kennenlernen."

Die Hörbar-Soundwerkstatt ist ein Projekt engagierter Leute unterschiedlichen Alters, die zeigen wollen, wie viel Potenzial in der Region steckt. "So viel ist ja bei uns für junge Leute nicht los", sagt Schürer. Der Erfolg gibt den Hörbar-Machern allerdings recht. Denn auch am Samstagabend kamen Hunderte und erlebten ein tolles Konzert. Toni und Band heizten dem Publikum zu Beginn ein. Emma6 mit ihren deutschen Songs begeisterten als Hauptact die Gäste. Die Kölner Band hatte im Vorfeld vermutlich ordentlich die Werbetrommel unter ihren Fans gerührt, denn zahlreiche - überwiegend weibliche Fans - sicherten sich direkt vor der Bühne ihren Platz, tanzten und bewiesen bei den meisten Titeln Textsicherheit. Jedoch war das Publikum von der Altersstruktur gut gemischt. Selbst die Ü-50-ziger fühlten sich sichtlich wohl, wenngleich sie den kleineren Teil des Publikums ausmachten.

"Wir sind sehr zufrieden", sagt Anne Beuthner-Krauß, die neben Nico Czubinzki und Markus Großmann zum Kreativteam gehört. Alles sei ohne Pannen gelaufen.

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