Bei Premiere 3200 Euro für guten Zweck

54 Teilnehmer hatte der erste Spendenlauf der Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg. Dieser Großvermieter feierte jetzt sein 65-jähriges Bestehen.

Schwarzenberg.

Das Programm anlässlich von 65 Jahren Wohnungsgenossenschaft Schwarzenberg hat am Samstag unter keinem guten Stern gestanden. Zum einen regnete es am Vormittag heftig. Zum anderen war die Zufahrt zur Ritter-Georg-Sportstätte aufgrund der Bauarbeiten an der Bundesstraße 101 nicht unkompliziert. Angesichts dieser Fakten gehen auch die 54 Teilnehmer des Spendenlaufs in Ordnung, schätzen die Veranstalter ein. "Die Läuferinnen und Läufer haben immerhin 560 Runden geschafft", sagt Vorstandsvorsitzender Enrico Schaarschmidt. Zudem sind für den Elternverein krebskranker Kinder Chemnitz 3200 zusammengekommen. "Wir sehen das als Zwischenergebnis, nehmen in den nächsten Tagen und Wochen gern noch Spenden entgegen", so Schaarschmidt.

Zudem soll der Spendenlauf keine Eintagsfliege sein, sondern wiederholt werden. Schließlich steht die Wohnungsgenossenschaft auch für Beständigkeit. "Das ist etwas, worauf unsere Mieter viel Wert legen", weiß Vorstandsmitglied Michael Förster. Beständigkeit und Sicherheit, denn die Angst vorm Verkauf von Wohngebäuden an Großinvestoren geistert in Deutschland durch viele Köpfe. Außerdem sind Wohnungen mit Aufzügen sowie altersgerechtes Wohnen sehr gefragt.

Christoph Ulrich

Ulrichs Bilanz:Der „Freie Presse“-Wirtschaftsnewsletter von Chef­korrespondent Christoph Ulrich

kostenlos bestellen

Zum Bestand der Genossenschaft zählen etwa 2000 Wohnungen in Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt und Bernsbach. Fast alle Wohnungen seien saniert, der Leerstand bewege sich längst im normalen Rahmen. "Er liegt - wie auch bei anderen - zwischen 1 und 15 Prozent", sagt Schaarschmidt. In Bernsbach und in der alten Sonnenleithe in Schwarzenberg-Sachsenfeld gebe es gar keinen Leerstand.

Im Schwarzenberger Stadtteil Sonnenleithe sei man mit der Stadt und der Wohnungsgesellschaft weiter in enger Abstimmung in Sachen Stadtumbau. Bis in die 1990er-Jahre gehörten um die 2800 Wohnungen zur Genossenschaft, doch durch Rück- und Umbau hat sich die Zahl reduziert. "Gerade in der Sonnenleithe wurde ausgedünnt." In diesem Stadtteil wurde aber auch viel getan, um die Wohnqualität zu steigern. Doch sowohl Förster als auch Schaarschmidt wissen, dass es mitunter ein problematisches Gebiet bleibt. "Es gibt Ecken, in denen man wirklich schlecht vermieten kann", so Förster. Zu den größten aktuellen Projekten gehört der Umbau eines Hauses am Hofgarten. "An der Käthe-Kollwitz-Straße entstehen altersgerechte Wohnungen. Der Umbau läuft schon. Es ist uns gelungen, alle Mieter zu halten. Das Umsetzen des Projekts ist aber eine große Herausforderung", so Schaarschmidt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...