Carlsfelder Feuerwehr-Mädels sind spitze

Während der Kirmes in der Gemeinde probten junge Blauröcke aus dem ganzen Erzgebirge den Löschangriff. Die Lokalmatadorinnen haben gewonnen - schon wieder.

Carlsfeld.

Ihren Heimvorteil haben die Carlsfelder Blauröcke am Samstag bei den Landkreismeisterschaften im Löschangriff genutzt. Mit zwei Siegen und drei zweiten Plätzen trugen sie zum Gelingen ihrer Dorfkirmes bei, die parallel dazu gefeiert wurde. Der Leistungsvergleich der Nachwuchs-Feuerwehren des Erzgebirgskreises fand erstmals in Carlsfeld statt.

"Wir haben ordentlich geübt", sagte Thomas Heinz, der zusammen mit Steffen Ott die örtliche Jugendfeuerwehr betreut. Für 30 Mädchen und Jungen¨ - das ist der Großteil der Carlsfelder Schulkinder - organisieren die beiden wöchentlich einen Dienst. Heinz: "So ernst, wie es sich anhört, ist das aber gar nicht." Oft wird Ball gespielt, oder es geht auf eine Rad- beziehungsweise Wandertour. Theorie und Praxis rund um die Feuerwehr werden natürlich auch vermittelt. Dazu gehört auch der Löschangriff nach Zeit.

Selbigen zeigten am Samstag 250 Nachwuchs-Feuerwehrleute auf dem Carlsfelder Sportplatz. Zwölf Mannschaften von 131 erzgebirgischen Jugendwehren traten an. "Für die Kinder sind solche Großveranstaltungen wichtig", sagt Andre Beier, der Leiter der Stützengrüner Nachwuchstruppe. "Es ist der Lohn für regelmäßiges Trainieren."

Bei den 15- bis 18-jährigen Jungen bekamen den Aufbau einer Saugstation, das Verlegen einer 60 Meter langen Löschleitung und das treffsichere Spritzen durch eine Zielscheibe die Großolbersdorfer am schnellsten hin. Nach knapp 24 Sekunden hatten sie alles geschafft. Die Jungen aus Carlsfeld und Waschleithe wurden Zweite und Dritte. Bei den gleichaltrigen Mädchen gewann Raschau-Markersbach, da kein Gegner antrat. Das galt auch für die 10- bis 15-Jährigen: Hier siegten die konkurrenzlosen Carlsfelderinnen - und das nun schon zudem zum vierten Mal in Folge.

Ganz anders bei den gleichaltrigen Jungs: Hier machte unter zehn Teams Beierfeld vor Stützengrün und Bockau das Rennen. Bei den Knirpsen zwischen acht und zehn Jahren blieben die beiden ersten Ränge in Carlsfeld; dahinter folgten die Schneeberger.

Die Gastgeber sorgten zudem bei den Erwachsenen für Furore: Zum ersten Mal überhaupt bei einem Leistungsvergleich stürmten die Carlsfelder Männer hinter Großolbersdorf, aber noch vor Schneeberg, Grünstädtel und Eibenstock zum umjubelten Vizemeistertitel.

Ein Grund mehr zum kräftigen Feiern beim eigenen Kirchweihfest, das bis gestern Abend mehr als 700 Gäste anlockte. Höhepunkt war das Festkonzert am Samstag. Laienmusiker aus Ort und Region sorgten dabei für eine voll besetzte Trinitatiskirche.

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