Debatte um Ausweichquartier für Schulumbau

Das große Bauvorhaben in Beierfeld bedarf angesichts der Summe von 7,5 Millionen Euro einer europaweiten Ausschreibung. Scheitert das Ausweichquartier für die Schule am Geld?

Grünhain-Beierfeld.

Die Oberschule Beierfeld muss brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Dazu sind jedoch umfangreiche Bauarbeiten notwendig, unter anderem ein Anbau.

Beschlossen hat dies der Stadtrat bereits 2017. Das Bauvorhaben wird auf mehr als 7,5 Millionen Euro veranschlagt. Aufgrund der Höhe der Baukosten ist eine europaweite Ausschreibung durchzuführen. Dazu hat der Stadtrat die Verwaltung nun beauftragt. Bis zum Sommer soll das erfolgt sein.

Doch solche umfangreichen und lärmintensiven Baumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb durchzuführen, sei für Schüler und Lehrer kaum zumutbar, meint Bürgermeister Joachim Rudler (CDU), der in dieser Woche die Räte über ein mögliches und nahe gelegenes Ausweichquartier informierte. Rudler erklärte dazu: Das NBC-Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Sturmlaterne wurde vom bisherigen Eigentümer, Georg Greiser, veräußert. Erworben hat es eine Frau aus München, und die wiederum wäre bereit, die Räume für die Zeit des Schulumbaus an die Stadt zu vermieten. Da in dem Gebäudekomplex zuvor eine private medizinische Fachschule untergebracht war, seien diese Räume mit wenigem Aufwand für den Schulbetrieb gut nutzbar. Rudler wollte nun von seinen Räten das Okay in Form einer Absichtserklärung für das mögliche Anmieten der Räume, um der Eigentümerin eine "Reservierung" des Zeitraums Mitte 2020 bis 2022 in die Hand geben zu können. "Das ist noch nicht der Mietvertrag. Der kommt noch", so Rudler.

René Auerswald (Freie Wähler) stellte den Antrag, vor der Zustimmung zur Absichtserklärung die genauen Kosten für den Umzug der Schule ermitteln zu lassen. Er wolle sicher gehen, dass die Kommune auch das Geld dafür habe. Rudler, sichtlich um Ruhe ringend, erklärte, dass die Möglichkeit der Unterrichtsverlagerung von der Baustelle in ein so nahes Objekt (Schule und NBC-Gebäude sind nur durch eine Straße getrennt) ideal wäre für Schüler und Lehrer, und dass dies eine einmalige Chance sei. Die Freien Wähler forderten letztlich, die genannte Miethöhe pro Quadratmeter rauszunehmen. Mit 15 Ja-Stimmen gab es schließlich grünes Licht.

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